Die Verhaltensökonomik zeigt, dass Menschen moralischer agieren als es das Modell des Homo Oeconomicus nahelegt. Dennoch gerät die Moral regelmäßig mit ökonomischen Interessen in Konflikt, die sich aber häufig mit Hilfe der Wirtschaftsethik lösen lassen.

Unternehmerisches Gewinnstreben und die legitimen Interessen der Gesellschaft stehen nicht immer im Einklang. Die Konflikte können aber häufig auf konstruktive Weise überwunden werden, etwa indem der Staat regulierend eingreift (Ordnungsethik), indem Unternehmen Verantwortung übernehmen (Unternehmensethik) und indem sich Einzelne moralischer verhalten (Individualmoral).

Dass moralisches Verhalten keine Ausnahme darstellt, haben Verhaltensökonomen in Experimenten gezeigt. Sie entdeckten systematische Abweichungen vom Bild des nutzenmaximierenden Homo Oeconomicus: Beispielsweise belohnen Menschen faires Verhalten und bestrafen unfaires Verhalten, obwohl sie dafür Kosten zu tragen haben.

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