1. Home
  2. Presse
  3. In den Medien
  4. Weitere Beruhigung an den Metallmärkten
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 10. Juli 2012

Weitere Beruhigung an den Metallmärkten

Seit Monaten gehen die Preise der wichtigsten Industriemetalle zurück. Der Industriemetallpreisindex (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln hat seit dem Höhepunkt im Februar letzten Jahres 13 Prozent eingebüßt.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Monat für Monat entspricht dies einem Rückgang von durchschnittlich 0,9 Prozent. Zwischenzeitlich war der Index sogar noch stärker gefallen und lag im vierten Quartal 2012 zeitweise bei nur noch 377,1 Punkten. Ganz so tief lagen die Werte im Juni nicht. Dennoch ist der Abwärtstrend auch jetzt noch intakt. Zuletzt notierte der IMP-Index bei 389,2 Punkten und war damit 6,9 Punkte oder 1,7 Prozent unter dem Wert des Vormonats.

Auch im Juni sind fast alle wesentlichen Metalle auf Dollarbasis günstiger gewesen als im Mai. Lediglich Gold hat sich verteuert, aber auch nur um 0,5 Prozent. Besonders deutlich war der Rückgang bei Blei (-7,9 Prozent), Kupfer (-6,7 Prozent), Aluminium (-5,9 Prozent) und Zinn (-5,6 Prozent). Auch das Indexschwergewicht Eisenerz hat sich verbilligt, im Monatsvergleich jedoch nur um 1,4 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahreswert sind die meisten Industriemetalle um ein Fünftel bis ein Viertel billiger geworden. Nur Gold kostet heute fast 5 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Wie in den Vormonaten auch stellt sich der Preisrückgang auf Dollarbasis deutlicher dar als in Euro. Grund ist die erneute Abwertung des Euro, der im Juni nur noch mit 1,25 Dollar gehandelt wurde, nach 1,28 Dollar im Mai. Wäre der Wechselkurs zuletzt konstant geblieben, wäre der Rückgang des IMP-Index mit 3,8 Prozent im Monatsvergleich mehr als doppelt so deutlich ausgefallen.

Die aktuelle Preisdämpfung darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die international gehandelten Metalle weiterhin auf einem sehr hohen Preisniveau bewegen. Immer noch liegt der Wert rund 8 Prozent über dem Vorkrisenrekord aus dem März 2008 und mehr als doppelt so hoch wie in der Krise im Dezember 2008.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Eisenerz wird im Monatsvergleich 23 Prozent teurer
Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 7. Januar 2022

IMP-Index: Eisenerz wird im Monatsvergleich 23 Prozent teurer

Das abgelaufene Jahr war geprägt von ungewöhnlich starken Ausschlägen auf den globalen Rohstoffmärkten. So kostete Eisenerz im Dezember zwar 23% mehr als im Vormonat, wies im Jahresvergleich aber ein Minus von 19% auf, schreibt IW-Wissenschaftleiter Hubertus ...

IW

Artikel lesen
Michael Hüther im Deutschlandfunk Interview 27. Dezember 2021

IW-Verbandsumfrage: „Lageeinschätzung ist erstaunlich positiv“

Trotz der Corona-Pandemie und der Lieferengpässe blicken viele deutsche Unternehmen zuversichtlich in das kommende Jahr, erklärt IW-Direktor Michael Hüther im Interview mit dem Deutschlandfunk.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880