1. Home
  2. Presse
  3. In den Medien
  4. Stabile Metallpreise im November
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 6. Dezember 2011

Stabile Metallpreise im November

Nachdem die Preise für die wichtigsten Metallrohstoffe im Oktober um 10 Prozent zurückgegangen waren, haben sie sich im November weitgehend stabilisiert. Der Industriemetallpreisindex (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln nahm nur um 1,5 Punkte zu und erreichte einen Wert von 378,6 Punkten.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Im Vormonat lag er noch bei 377,1 Punkten. Damit blieb der Index zum zweiten Mal hintereinander unter der Marke von 400 Punkten. Diese war im Dezember 2010 zum ersten Mal erreicht und erst nach zehn Monaten wieder verlassen worden. Die Turbulenzen an den Finanzmärkten und die Unsicherheiten über die weiteren Entwicklungen spiegeln sich also auch in den Metallpreisen wider.

Billiger geworden ist insbesondere Eisenerz. Hier kam es zu einem Preisrückgang von fast zehn Prozent auf Dollar-Basis, nachdem der Rohstoff im Vormonat schon 15 Prozent an Wert verloren hatte. Damit werden die Kontrakte heute wieder auf dem Kostenniveau aus dem Frühjahr 2010 abgeschlossen. Für die Einkäufer von Eisenerz bringt das eine Erleichterung um ein Viertel gegenüber dem Jahresbeginn. Billiger geworden sind im November auch Nickel, Aluminium und Zinn. Verteuert hat sich hingegen das Indexschwergewicht Kupfer. Hierfür müssen 2,5 Prozent mehr auf den Tisch gelegt werden. Die Preisreduktion um fast 11 Prozent im Vormonat ist damit aber noch lange nicht aufgebraucht.

Im Wert gestiegen sind ebenfalls Gold und Silber, die vermeintlich sicheren Anlagen in wirtschaftlichen Krisenzeiten. Gold hat im Vergleich zum Vormonat 4,4 Prozent und seit Jahresbeginn mehr als 28 Prozent an Wert gewonnen. Damit ist Gold nur noch knapp zwei Prozent von seinem Rekordhoch entfernt. Silber hat sich im Jahresverlauf ähnlich, insgesamt aber etwas moderater entwickelt.

So wie die Konjunktur auf der Kippe steht, ist auch die kurz- und mittelfristige Entwicklung der Metallpreise mit hohen Unsicherheiten verbunden. Eine Abkühlung der Weltkonjunktur würde auch die Kosten für Metalle weiter drücken. Aktuell deuten die Märkte trotz des insgesamt immer noch hohen Preisniveaus aber eher auf einen moderaten Anstieg der Kurse hin.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Zum Handel zwischen den USA und Europa
Hubertus Bardt Video 5. Dezember 2022

US-Subventionen: Zum Handel zwischen den USA und Europa

Die USA planen Subventionen für Unternehmen, die US-Produkte verwenden oder in den USA produzieren. Dies wird von Europa kritisch betrachtet. Der französische Präsident Emmanuel Macron spricht von einer westlichen Spaltung. Es bringe nichts, dies zu ...

IW

Artikel lesen
Klaus-Heiner Röhl IW-Report Nr. 64 5. Dezember 2022

Kooperationen in der europäischen Verteidigungswirtschaft

Industrielle Kooperationen bieten gerade für innovative Vorhaben Vorteile, denn Forschungs- und Entwicklungsausgaben können so auf mehrere Schultern verteilt und die jeweilige Expertise der Beteiligten effizient genutzt werden.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880