1. Home
  2. Presse
  3. In den Medien
  4. Metallpreis-Baisse erfreut die Industrie
Zeige Bild in Lightbox Metallpreis-Baisse erfreut die Industrie
(© Foto: valeriy555 - Fotolia)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 11. Dezember 2013

Metallpreis-Baisse erfreut die Industrie

Die feste Eisenerznotierung und die Dollar-Stärke verhindern einen Rutsch des Industriemetallpreis-Index, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Zur Freude der metallverarbeitenden Industrie in Deutschland setzt sich der Rückgang der Metallpreise im Herbst fort - wenn auch etwas verlangsamt. Von Oktober auf November ist der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) um 1,5 Punkte oder 0,4 Prozent auf 332 Zähler gefallen. Damit ist der seit Längerem bestehende Abwärtstrend weiter intakt. Seit Jahresbeginn hat der IMP-Index über 67 Punkte oder ein Sechstel seines Wertes eingebüßt. Auch der zeitweilige Preisanstieg im Sommer wurde inzwischen ausgeglichen, so dass sich das Industriemetallpreis-Barometer zuletzt wieder auf dem Niveau vom Juni dieses Jahres befand.

Dass es zuletzt keinen deutlicheren Abschlag beim IMP-Index gab, lag vor allem an der Eisenerznotierung und dem Dollar-Kurs. So ist der Weltmarktpreis für Eisenerz in Dollar gerechnet im November gegen den Trend um 2,6 Prozent gestiegen (+ 3,6 Prozent in Euro). In der Betrachtung seit Jahresanfang ist der Rückgang mit 9,8 Prozent in Dollar oder 11,2 Prozent in Euro klar unterdurchschnittlich.

Industriemetallpreis-Index

Januar 1999=100, enthält die Rohstoffe gemäß ihres Anteils an den deutschen Importen

<iframe src="http://cf.datawrapper.de/qHRD4/1/" name="Ext" width="100%" height="500px" scrolling="auto" marginheight="0" marginwidth="0" frameborder="0"> <p>Ihr Browser kann leider keine eingebetteten Frames anzeigen</p> </iframe>

Die andere Bremse für einen stärkeren Indexverfall war der Euro-Dollar-Wechselkurs. Die jüngste, wenn auch nur leichte Abwertung des Euro hatte Einfuhren tendenziell verteuert - und damit auch die Metallpreise. Ohne diesen Effekt wäre der IMP-Index im November um 1,5 Prozent gefallen und hätte bei 328,5 Punkten gelegen.

Grundlegende Preisveränderungen sind nicht auf das Austauschverhältnis der Währungen zurückzuführen. So lag der Wechselkurs im vergangenen Monat annähernd auf dem Niveau vom Jahresanfang. Seit Anfang Dezember hat der Euro allerdings an Wert gewonnen und liegt nun nahe seinem Jahreshoch bei 1,38 Dollar. Die Folge könnte ein Indexanstieg im Dezember sein.

Während Eisenerz teurer geworden ist, haben alle anderen Metalle an Wert verloren oder sind im Vormonatsvergleich nahezu unverändert geblieben. Die Euro-Preise für Blei, Zinn und Zink haben zuletzt stagniert. Nickel und Gold verloren jeweils 2,1 Prozent, die Indexschwergewichte Kupfer und Aluminium 0,8 Prozent bzw. 2,7 Prozent. Den größten Abschlag musste wieder einmal Silber verzeichnen: Hier sind die Preise zuletzt um 4,3 Prozent gefallen. Seit Jahresbeginn hat das Edelmetall damit fast 35 Prozent an Wert verloren.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Noch Zukunftsmusik: In Wilhelmshaven werden Pipelines für das neue LNG-Terminal verlegt.
Malte Küper / Thilo Schaefer IW-Nachricht 11. November 2022

Gasverbrauch: Gemeinsam gegen die Gasmangellage

Die Industrie spart so viel Gas wie nie zuvor, der bisher milde Winter hilft ebenfalls, eine Notlage zu vermeiden. Um den Umstieg von Gas zu beschleunigen, braucht es Unterstützung, beispielsweise schlankere Genehmigungsverfahren für neue Anlagen. Nicht ...

IW

Artikel lesen
Christoph Schröder bei Das Erste am Morgen ARD 11. November 2022

„Der technische Fortschritt wirkt preissenkend“

Trotz steigender Preise gibt es einige technische Produkte, die davon nicht betroffen sind. Im Gegenteil, einige werden sogar günstiger. IW-Tarifpolitikexperte Christoph Schröder erklärt in einem Interview mit Das Erste am Morgen, woran das liegt.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880