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Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 13. April 2013

Entlastung für Metalleinkäufer

Nach Monaten weitgehender Ruhe an den Rohstoffmärkten ist es im März zu deutlichen und fast durchweg abwärts gerichteten Bewegungen gekommen, schreibt IW-Energieökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. Dies führte zu teilweise erheblichen Entlastungen für die Einkäufer von Metallen.

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Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln), mit dem die Preisentwicklung der wichtigsten Metalle und Erze auf Euro-Basis gemessen wird, fiel um 11,5 Punkte auf 386,3 Zähler. Der Rückgang um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat war die stärkste Veränderung seit August 2012. Damit wird der leichte Abwärtstrend der vergangenen beiden Jahre wieder aufgenommen, der in den letzten Monaten unterbrochen worden war.

Ohne die aktuellen Wechselkursveränderungen wäre die schwache Entwicklung der Industrie- und Edelmetallpreise sowie von Eisenerz noch deutlicher gewesen. Denn die Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar hat Importe tendenziell verteuert. Bei einem konstanten Wechselkurs wäre der IMP-Index sogar um 5,8 Prozent auf 374,9 Punkte gefallen. Dies wäre der stärkste Rückgang seit Oktober 2011 gewesen. Damit wurde der Preisverfall auf Dollarbasis an den Rohstoffbörsen zur Hälfte durch den gegenläufigen Wechselkurseffekt aufgehoben.

Die Entwicklung des IMP-Index ist das Ergebnis von Preisrückgängen auf breiter Front. Zu hohen Abschlägen kam es im abgelaufenen Monat vor allem bei den Indexschwergewichten. So verringerte sich der Eisenerzpreis auf Dollarbasis um stattliche 9,6 Prozent. Aluminium war im März 7,0 Prozent billiger als im Vormonat. Fast schon bescheiden war im Vergleich dazu der Rückgang des Kupferpreises um 5,2 Prozent. Ganz ähnlich haben sich die Notierungen für Nickel und Silber bewegt. Während Zink und Blei jeweils rund 9 Prozent preiswerter waren als im März, lag der Rückgang von Zinn bei knapp 4 Prozent. Gold gab um 2,1 Prozent nach, was im Verhältnis zu den anderen Veränderungen wenig war.

Auch wenn die Abwertung des Euro den Effekt verringert, bleibt doch festzustellen, dass es zu einer deutlichen Entlastung für die metallverarbeitende Industrie kam. Seit dem letzten zyklischen Hoch im Februar 2011 haben sich die Dollarpreise der meisten Metalle um rund ein Viertel verringert. Nickel hat sogar 40 Prozent seines Werts verloren. Nur Gold konnte aufgrund der verbreiteten Unsicherheit durch die Euro-Schuldenkrise rund 16 Prozent gewinnen; allerdings ist auch der Preis des gelben Metalls in den vergangenen Monaten kontinuierlich gefallen.

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