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Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 9. August 2016

Deutlich höhere Kosten für deutsche Metallverarbeiter

Mit einem Preissprung an den internationalen Metallmärkten haben die Rohstoffe mitten im Sommer für Aufsehen gesorgt, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung.

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Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) der wichtigsten international notierten Metalle, der monatlich vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) berechnet wird, legte von Juni auf Juli um 22,1 Punkte auf 302,4 zu. Der Anstieg von 7,9 Prozent war der höchste Indexzuwachs seit Ende 2010 - damals aber noch auf einem Niveau von rund 400 Punkten. Bemerkenswert ist das deutliche Plus auch, weil bereits die Monate Februar und März von starken Gewinnen (3,8 Prozent und 6,5 Prozent) gekennzeichnet waren; dies wurde danach nur teilweise durch Preisrückgänge wieder ausgeglichen.

Seit Jahresbeginn ist der IMP-Index damit um 16,1 Prozent gestiegen, was einen deutlichen Kostenzuwachs für metallverarbeitende Unternehmen im Euroraum mit sich bringt.

Nickel und Silber sehr fest

Besonders stark sind im vergangenen Monat mit jeweils über 15 Prozent Nickel und Silber gestiegen. Der Eisenerzpreis legte fast um ein Zehntel zu und liegt damit gut ein Drittel höher als zum Jahresanfang. Blei und Zink verzeichneten mit gut 7 Prozent bzw. knapp 8 Prozent ebenfalls deutliche Zuschläge. Kupfer, Zinn und Gold kletterten mit jeweils rund 5 Prozent nur unterdurchschnittlich. Auf der Bremse stand das Indexschwergewicht Aluminium mit einem Plus von gerade einmal etwas mehr als 2 Prozent.

Ebenfalls kostensteigernd war der Euro-Wechselkurs, der nach dem britischen Brexit-Votum gegenüber dem Dollar an Wert eingebüßt hat. Mit einem stabilen Wechselkurs wäre der Preisanstieg rund 1,5 Prozentpunkte moderater ausgefallen; der IMP-Index wäre dann mit 298,1 Punkten knapp unter der 300er Marke geblieben.

Anzeichen für Trendwende

Trotz mehrerer deutlicher Preisschübe im laufenden Jahr bewegen sich die Metallnotierungen in Euro weiter innerhalb eines Abwärtskorridors, der mit dem Indexrekord von knapp 448 Zählern im Februar 2011 seinen Anfang nahm. Der Tiefpunkt seither war im Januar dieses Jahres erreicht worden, als das Preisbarometer auf rund 260 Punkte gefallen war. Während das Niveau des IMP-Index zum Jahreswechsel 2015/16 also noch nahe an der unteren Grenze des Abwärtstrichters lag, ist der Wert inzwischen in die Nähe der oberen Begrenzung gerückt. Nachdem die vergangenen Jahre von wechselnden Phasen der Abwärts- und Seitwärtsbewegung geprägt waren, könnte diese ausgeprägte Erholung auf eine Trendwende der internationalen Metallpreise hindeuten.

Industriemetallpreis-Index

Januar 1999=100, enthält die Rohstoffe gemäß ihres Anteils an den deutschen Importen

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