Umverteilung

Umverteilung

Der Staat korrigiert die Einkommensverteilung des Marktes durch Steuern und Sozialtransfers. Doch zu viel Umverteilung kann die Leistungsbereitschaft hemmen.

Der Begriff Umverteilung bezeichnet die Korrektur der Verteilung von Einkommen und Vermögen in einer Volkswirtschaft. Eine Vielzahl finanz- und sozialpolitischer Maßnahmen nimmt der einen Bevölkerungsgruppe und gibt der anderen. Die Finanzpolitik beispielsweise besteuert hohe Einkommen stärker als geringe.

Neben der Einnahmenseite führt auch die Ausgabenseite des Staates zu Umverteilung: Transfers wie Arbeitslosengeld II, Wohngeld und Grundsicherung im Alter fließen nur an bedürftige Haushalte. Folglich machen die Transfers in den unteren Einkommensgruppen oft einen beachtlichen Anteil der gesamten Einnahmen aus. In den oberen Gruppen geht der Anteil der staatlichen Unterstützung gemessen am Nettoeinkommen Stück für Stück zurück. Doch selbst die Wohlhabendsten bekommen häufig noch öffentliches Geld in Form von Renten, Kindergeld und Elterngeld. Unter dem Strich reduziert der Staat die Ungleichheit in Deutschland aber stärker als in den meisten anderen Ländern. Dabei hat Umverteilung allerdings auch Nebenwirkungen: So birgt ein Übermaß die Gefahr, dass die Leistungsbereitschaft der Bürger nachlässt.

Judith Niehues

Judith Niehues

Leiterin der Forschungsgruppe Mikrodaten und Methodenentwicklung

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Christoph Schröder

Christoph Schröder

Senior Researcher für Einkommenspolitik, Arbeitszeiten und -kosten

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Maximilian Stockhausen

Maximilian Stockhausen

Economist für Verteilung

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