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Steuer- und Finanzpolitik

Der Staat erzielt etwa drei Viertel seiner Steuereinnahmen aus der Einkommens-, der Mehrwert-, der Energie- sowie der Gewerbesteuer. Bei den meisten übrigen Abgaben wie Hunde-, Jagd- und Erbschaftssteuer ist das Aufkommen geringer und erfordert im Einzelfall hohen Verwaltungsaufwand. Unter den Einnahmequellen des Staates ist die Einkommenssteuer die wichtigste, Lohnsteuer, Kapitalertragssteuer und Co. tragen mehr als 40 Prozent zum gesamten Steueraufkommen bei. Die Einnahmen stehen Bund, Ländern und zu einem geringeren Teil den Gemeinden zu. Insgesamt zog das Finanzamt von Bürgern und Unternehmen 2019 rund 24 Prozent der Wirtschaftsleistung oder fast 800 Milliarden Euro an Steuern ein.  

Über das Thema

Vorrangig werden mit den Steuereinnahmen öffentlich bereitgestellte Güter und Dienstleistungen finanziert. Darüber hinaus sollen Steuern auch das Verhalten der Bürger lenken. Die Ökosteuer soll Energie sparen helfen, die Zigarettensteuer gesundheitsförderliches Verhalten anreizen und vieles mehr. Nicht zuletzt dienen Steuern auch Umverteilungszwecken. Die Einkommenssteuer belastet aufgrund ihrer progressiven Ausgestaltung Personen mit hohem Verdienst nicht nur absolut, sondern auch prozentual stärker als Einkommensschwache. Der sogenannte progressive Steuertarif führt dazu, dass das Zehntel der Haushalte mit den höchsten Einkommen fast die Hälfte des gesamten Aufkommens trägt. Weil der Staat immer mehr Einnahmen braucht, gilt der Spitzensteuersatz jedoch mittlerweile auch schon für mittlere Einkommen.

 

Wenn die Preise steigen und die Löhne lediglich an die gestiegenen Lebenshaltungskosten angepasst werden, rutschen die Arbeitnehmer in höhere Steuersätze, obwohl ihre Kaufkraft gleichgeblieben ist. Dieser Effekt, die sogenannte kalte Progression, kann neutralisiert werden, wenn der Steuertarif regelmäßig an die Inflation angepasst wird.

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Eine Vermessung des Solidaritätsprinzips in der gesetzlichen Krankenversicherung
Martin Beznoska / Jochen Pimpertz / Maximilian Stockhausen IW-Analyse Nr. 143 13. Juli 2021

Führt eine Bürgerversicherung zu mehr Solidarität?

Das Solidaritätsprinzip prägt die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Bislang leisten rund vier von zehn Versicherten einen Solidarbeitrag, weil sie mehr einzahlen, als es ihren alters- und geschlechtsabhängigen Durchschnittsausgaben entspricht.

IW

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IW-Steuerexperte Tobias Hentze
Tobias Hentze in der Südwest Presse Interview 8. Juli 2021

„Fairer Wettbewerb”

Die Mindeststeuer ist für IW-Steuerexperte Tobias Hentze ein fairer Kompromiss, erklärt er im Interview mit der Südwest Presse.

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Alle wollen die Mitte entlasten
Martin Beznoska / Tobias Hentze IW-Kurzbericht Nr. 42 22. Juni 2021

Wahlprogramme zur Einkommensteuer: Alle wollen die Mitte entlasten

Drei Monate vor der Bundestagswahl haben sich alle Parteien zu einer Reform der Einkommensteuer positioniert. Die Parteien sind sich weitgehend einig darin, Gering- und Durchschnittsverdiener zu entlasten. Inwieweit Spitzenverdiener künftig mehr zahlen sollen, ...

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Reform verbessert Arbeitsanreize nur wenig
Tobias Hentze / Martin Beznoska IW-Kurzbericht Nr. 40 21. Juni 2021

Ehegattensplitting: Reform verbessert Arbeitsanreize nur wenig

Befürworter und Gegner des Ehegattensplittings beharken sich seit Jahren. Oft geht es dabei um unterschiedliche Weltbilder. Aus ökonomischer Sicht ist die Frage wichtig, inwieweit sich Arbeitsanreize durch eine Reform verbessern lassen. Die Ergebnisse sind ...

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Eine Vermessung des Solidaritätsprinzips in der gesetzlichen Krankenversicherung
IW-Analyse Nr. 143 13. Juli 2021

Führt eine Bürgerversicherung zu mehr Solidarität?

Martin Beznoska / Jochen Pimpertz / Maximilian Stockhausen

Das Solidaritätsprinzip prägt die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Bislang leisten rund vier von zehn Versicherten einen Solidarbeitrag, weil sie mehr einzahlen, als es ihren alters- und geschlechtsabhängigen Durchschnittsausgaben entspricht.

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Drei Monate vor der Bundestagswahl haben sich alle Parteien zu einer Reform der Einkommensteuer positioniert. Die Parteien sind sich weitgehend einig darin, Gering- und Durchschnittsverdiener zu entlasten. Inwieweit Spitzenverdiener künftig mehr zahlen sollen, ist dagegen strittig.

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Reform verbessert Arbeitsanreize nur wenig
IW-Kurzbericht Nr. 40 21. Juni 2021

Ehegattensplitting: Reform verbessert Arbeitsanreize nur wenig

Tobias Hentze / Martin Beznoska

Befürworter und Gegner des Ehegattensplittings beharken sich seit Jahren. Oft geht es dabei um unterschiedliche Weltbilder. Aus ökonomischer Sicht ist die Frage wichtig, inwieweit sich Arbeitsanreize durch eine Reform verbessern lassen. Die Ergebnisse sind eher ernüchternd.

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Das Kreuz mit der Pendlerpauschale
Martin Beznoska in der Westdeutschen Zeitung Interview 17. Juni 2021

Das Kreuz mit der Pendlerpauschale

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) hat mit seiner Forderung nach einer Anhebung der Pendlerpauschale eine breite Debatte angestoßen. Im Gespräch mit der WZ erläutert IW-Steuerexperte Martin Beznoska Vor- und Nachteile der Pendlerpauschale, warum der Vorschlag von Laschet nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann und was an dessen Stelle treten könnte.

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