Grundeinkommen

Grundeinkommen

Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens ist es, jedem Einwohner einen mindestens existenzsichernden Transfer zu gewähren, der nicht an bestimmte Voraussetzungen geknüpft ist.

Die Befürworter stellen heraus, dass das Grundeinkommen frei mache, weil keine Notwendigkeit mehr bestehe, den Lebensunterhalt durch Arbeit zu sichern. Die derzeitige Sozialbürokratie könnte weitgehend entfallen und jeder Bürger könnte sich ohne wirtschaftliche Zwänge entfalten.

Demgegenüber steht das subsidiäre Prinzip unserer Gesellschaft, das auf dem Gedanken aufbaut, dass jeder zunächst einmal für sich selbst verantwortlich ist. Für diejenigen, die diese Eigenverantwortung nicht tragen können, steht die Gesellschaft solidarisch ein. Das Grundeinkommen würde dagegen jeder erhalten – egal, ob er Unterstützung will oder braucht. Der grundlegende Umbau des Sozialstaats hätte erhebliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, weil sich viele Beschäftigte fragen dürften, warum sie noch arbeiten sollen.

Hinzu kommen die immensen Kosten: 1.000 Euro monatlich für jeden Bundesbürger mal 80 Millionen Einwohner mal zwölf Monate ergibt einen Bruttofinanzierungsbedarf von 960 Milliarden Euro pro Jahr. Die Steuern müssten also erheblich erhöht werden. Die Folge wäre, dass sich Investitionen in Bildung und berufliches Engagement zumindest finanziell kaum noch lohnen würden.

Judith Niehues

Judith Niehues

Leiterin der Forschungsgruppe Mikrodaten und Methodenentwicklung

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Christoph Schröder

Christoph Schröder

Senior Researcher für Einkommenspolitik, Arbeitszeiten und -kosten

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Maximilian Stockhausen

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Economist für Verteilung

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