Einkommensverteilung

Einkommensverteilung

Die Einkommen bewegen sich in Deutschland seit 2005 nicht mehr auseinander. Dies gilt sowohl für die Einkommen vor als auch nach staatlicher Umverteilung. Von einem Auseinanderdriften der Gesellschaft kann keine Rede sein.

In Deutschland greift der Staat stark in die ursprüngliche Einkommensverteilung ein und gleicht die Einkommen so aneinander an. Einerseits zahlt die öffentliche Hand Sozialleistungen wie Kindergeld, Renten, Arbeitslosengeld und Sozialhilfe. Andererseits erhebt der Staat Steuern und Sozialabgaben – je höher das Einkommen, desto mehr muss der Bürger in der Regel an den Fiskus bezahlen. Das oberste Zehntel der Einkommensbezieher schultert mehr als die Hälfte der Einkommenssteuerlast. Das untere Fünftel zahlt so gut wie gar keine Einkommenssteuer, bezieht aber einen Großteil der staatlichen Transfers.

Zu viel Umverteilung kann jedoch einen unerwünschten Nebeneffekt haben: Die Leistungsträger werden sich kaum ins Zeug legen, wenn der Staat sie über Gebühr belastet. Nur wenn harte Arbeit, Wissen und Fähigkeiten ausreichend belohnt werden, entsteht ein Anreiz, in die eigene Bildung und die der Kinder zu investieren. Letztlich ist auch den Einkommensschwächeren gedient, wenn die Leistungsbereitschaft der Starken erhalten bleibt. Denn in einer wachsenden Volkswirtschaft verbessern sich in der Regel auch die Einkommens- und Erwerbschancen der unteren Schichten.

Judith Niehues

Dr. Judith Niehues

Leiterin der Forschungsgruppe Mikrodaten und Methodenentwicklung

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Christoph Schröder

Christoph Schröder

Senior Researcher für Einkommenspolitik, Arbeitszeiten und -kosten

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Maximilian Stockhausen

Dr. Maximilian Stockhausen

Economist für Verteilung

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