Danach führen Unternehmen, die auf kulturelle Vielfalt in ihrer Belegschaft setzen (Diversity Management), mit 69 Prozent deutlich häufiger neue oder verbesserte Produkte ein als jene Wettbewerber, bei denen das Thema in der Personalpolitik kaum eine Rolle spielt (48 Prozent). Die Studie, die auf Daten des repräsentativen IW-Personalpanels aus dem Jahr 2013 beruht, ergab ferner: 62 Prozent der befragten Unternehmen gehen davon aus, dass die Förderung kultureller Vielfalt auch zu größerer Kreativität führt, die Attraktivität des Arbeitgebers steigert (48 Prozent) und ein harmonisches Miteinander in der Belegschaft (37 Prozent) unterstützt. Jedes zweite Unternehmen hierzulande ist deshalb schon dazu übergegangen, kulturelle Vielfalt gezielt zu fördern

Die Unternehmen nutzen dafür verschiedene Maßnahmen: Knapp ein Viertel setzt auf kulturell gemischte Arbeitsteams. Jedes fünfte Unternehmen versteht kulturelle Vielfalt als Teil der Unternehmenskultur und sendet damit ein positives Signal an Bewerber mit Migrationshintergrund. Ebenfalls jedes fünfte Unternehmen ermöglicht Mitarbeitern mit Migrationshintergrund eine fachliche Nachqualifizierung.

Die IW-Studie ist Teil des Projektes „Beschäftigung von Zuwanderinnen und Zuwanderern und kulturelle Vielfalt in nordrhein-westfälischen Unternehmen – Eine Befragung auf Basis des IW-Personalpanels“, das mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds durchgeführt wurde.