Arbeitslosigkeit

Arbeitslosigkeit

Jahrzehntelang stieg die Arbeitslosigkeit in der Rezession stark an und fiel im Aufschwung nicht mehr auf das Ausgangsniveau zurück. So baute sich ein immer größerer Sockel an Arbeitslosen auf. Dieses Muster wurde unter anderem dank der Hartz-Reformen durchbrochen.

Die Zahl der Arbeitslosen sank von 5 auf unter 3 Millionen Menschen. Doch an vielen Langzeitarbeitslosen gingen die Arbeitsmarkterfolge vorbei. Diese Menschen verfügen oft nicht über die erforderlichen Qualifikation oder haben ihre Fertigkeiten im Laufe der Arbeitslosigkeit verloren. Zudem lassen sich einfache Tätigkeiten leicht durch Maschinen ersetzen oder in Länder mit geringeren Lohnkosten verlagern. Nicht zuletzt ist der Abstand zwischen dem, was ein Geringqualifizierter verdienen kann, und den Transferleistungen, die ihm zustehen, in der Regel sehr gering. Somit ist der Anreiz, eine Arbeit aufzunehmen, mitunter nicht groß genug.

Auch gesetzliche Vorschriften stehen einer höheren Beschäftigung im Weg. Der Kündigungsschutz beispielsweise veranlasst die Unternehmen in Krisenzeiten zwar, Arbeitnehmer zu halten. Dafür stellen die Firmen aber in guten Zeiten nur zögerlich neue Kräfte ein.

Holger Schäfer

Holger Schäfer

Senior Economist für Beschäftigung und Arbeitslosigkeit

Tel030 27877-124

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@HSchaeferIW

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