1. Home
  2. Studien
  3. Betriebliche Arbeitsbeziehungen und Transformationsprozesse: Eine empirische Analyse auf Basis des IW-Personalpanels
IW-Trends Nr. 3 31. Oktober 2019 Helena Schneider / Oliver Stettes / Sandra Vogel Betriebliche Arbeitsbeziehungen und Transformationsprozesse: Eine empirische Analyse auf Basis des IW-Personalpanels

Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft stehen Befürchtungen im Raum, dass Betriebsräte aufgrund des schnellen und in Teilen disruptiven technologischen Wandels Beschäftigte und ihre Anliegen nicht länger ausreichend gegenüber dem Management repräsentieren könnten.

PDF herunterladen
Eine empirische Analyse auf Basis des IW-Personalpanels
IW-Trends Nr. 3 31. Oktober 2019 Helena Schneider / Oliver Stettes / Sandra Vogel

Betriebliche Arbeitsbeziehungen und Transformationsprozesse: Eine empirische Analyse auf Basis des IW-Personalpanels

Helena Schneider / Oliver Stettes / Sandra Vogel Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft stehen Befürchtungen im Raum, dass Betriebsräte aufgrund des schnellen und in Teilen disruptiven technologischen Wandels Beschäftigte und ihre Anliegen nicht länger ausreichend gegenüber dem Management repräsentieren könnten.

Auf Basis einer Auswertung des IW-Personalpanels können gegenwärtig keine signifikanten Zusammenhänge zwischen dem Digitalisierungsgrad eines Unternehmens und der Existenz eines Betriebsrates festgestellt werden. In gut 10 Prozent der digitalaffinen „Unternehmen 4.0“ existiert ein Betriebsrat. Gleiches gilt für 9,7 Prozent der weit weniger technologisch fortgeschrittenen „Unternehmen 3.0“. Auch bezüglich der Kooperationsbereitschaft zwischen Management und Betriebsrat sind keine negativen Entwicklungen zu erkennen. So lagen 2018 über 90 Prozent der Geschäftsführungen entweder von vornherein mit dem Betriebsrat auf einer Linie oder es konnte bei Differenzen eine gemeinsame Lösung mit dem Betriebsrat gefunden werden. Sorgen, die Digitalisierung würde zu einer Erosion der verfassten betrieblichen Mitbestimmung oder zu einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung führen, scheinen derzeit eher unbegründet. Eine Ausweitung der betrieblichen Mitbestimmungsrechte ist vor diesem Hintergrund nicht erforderlich.

Inhaltselement mit der ID 6469
PDF herunterladen
Eine empirische Analyse auf Basis des IW-Personalpanels
IW-Trends Nr. 3 31. Oktober 2019 Helena Schneider / Oliver Stettes / Sandra Vogel

Betriebliche Arbeitsbeziehungen und Transformationsprozesse: Eine empirische Analyse auf Basis des IW-Personalpanels

Helena Schneider / Oliver Stettes / Sandra Vogel Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Fluktuation: Geringe Dynamik auf dem Arbeitsmarkt
iwd 24. Juli 2026 Stefanie Seele

Fluktuation: Geringe Dynamik auf dem Arbeitsmarkt

Weil Betriebe aufgrund der schwachen Konjunktur hierzulande weniger Stellen neu besetzen, kündigen weniger Beschäftigte ihre laufenden Verträge, um woanders einen Job anzutreten. Diese geringe Dynamik erschwert Arbeitslosen die Rückkehr in das Erwerbsleben und jungen Menschen den Einstieg in den Beruf.

Stefanie Seele iwd

Artikel lesen
IW-Report Nr. 14 2. April 2026 Matthias Diermeier / Konrad Doliesen / Andrea Hammermann

Gesellschaftspolitische Spannungen am Arbeitsplatz

Gesellschaftspolitische Diskussionen sind in deutschen Unternehmen weit verbreitet: Nur fünf Prozent der befragten Personalverantwortlichen berichten, diese überhaupt nicht wahrzunehmen.

Matthias Diermeier / Konrad Doliesen / Andrea Hammermann IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880