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Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke Gutachten 14. Mai 2018 MINT-Frühjahrsreport 2018: Offenheit, Chancen, Innovationen

MINT-Kräfte haben eine zentrale Bedeutung für die Innovationskraft in Deutschland. Branchenanalysen zeigen, dass MINT-Erwerbstätigkeit und Innovationsstärke eng miteinander verzahnt sind. Eine besonders hohe Beschäftigungsintensität an MINT-Kräften weisen die hochinnovativen Branchen der Metall- und Elektroindustrie auf.

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Offenheit, Chancen, Innovationen
Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke Gutachten 14. Mai 2018

MINT-Frühjahrsreport 2018: Offenheit, Chancen, Innovationen

Gutachten für BDA, BDI, MINT Zukunft schaffen und Gesamtmetall

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MINT-Kräfte haben eine zentrale Bedeutung für die Innovationskraft in Deutschland. Branchenanalysen zeigen, dass MINT-Erwerbstätigkeit und Innovationsstärke eng miteinander verzahnt sind. Eine besonders hohe Beschäftigungsintensität an MINT-Kräften weisen die hochinnovativen Branchen der Metall- und Elektroindustrie auf.

Allein die MuE-Industrie wiederum zeichnete sich im Jahr 2016 für Innovationsaufwendungen in Höhe von 97,5 Milliarden Euro verantwortlich und bestritt damit rund 61,4 Prozent der volkswirtschaftlichen Innovationsaufwendungen Deutschlands. Im Jahr 2010 betrugen die Innovationsaufwendungen der MuE-Industrie noch 66,3 Milliarden Euro, was einem Anteil von 55 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Aufwendungen entsprach. Von 2010 bis 2016 nahmen die Innovationsaufwendungen der MuE-Industrie damit um rund 47 Prozent zu. Weitere 15,9 Milliarden Euro an Innovationsausgaben stammten im Jahr 2016 aus dem Bereich Chemie/Pharma (2010: 12,9 Milliarden Euro), in dem rund 52 Prozent der Erwerbstätigen eine MINT-Qualifikation hatten.

MINT – Kernqualifikation in Forschungsabteilungen

Insgesamt arbeiteten im Jahr 2015 rund 1.344.800 Personen in Forschungsabteilungen in Deutschland. Die hohe Bedeutung der MuE-Industrie für die Innovationsaufwendungen in Deutschland zeigt sich auch beim Personal in Forschungsabteilungen: rund 531.300 Erwerbstätige waren in Forschungsabteilungen der MuE-Industrie beschäftigt.

83 Prozent aller Erwerbstätigen in Forschungsabteilungen hatten im Jahr 2015 eine MINT-Qualifikation. Eine MINT-Qualifikation ist folglich charakteristisch für eine Aktivität im Bereich Forschung. In der MuEBranche war der MINT-Anteil mit gut 91 Prozent sogar noch einmal höher. Dies zeigt die besondere Bedeutung von MINT-Qualifikationen für die Forschung und Entwicklung der Metall- und Elektroindustrie. Unter den MINT-Erwerbstätigen in Forschungsabteilungen in Deutschland hatten 15 Prozent eine eigene Migrationserfahrung. Dies zeigt deutlich, dass Offenheit für Zuwanderung auch einen wichtigen Beitrag für die Innovationskraft und Forschung in Deutschland leistet.

Zuwächse bei Erwerbstätigkeit von MINT-Akademikern, Rückgange bei beruflich Qualifizierten

Vor dem Hintergrund der engen Verknüpfung von MINT, Innovationen und Wachstum ist es eine gute Nachricht, dass die Erwerbstätigkeit von MINT-Akademikern in der gesamten Volkswirtschaft von rund 2.366.000 Personen im Jahr 2011 auf rund 2.697.400 Personen im Jahr 2015 und damit um 14,0 Prozent gestiegen ist. Besonders hohe Zuwächse gab es dabei unter Frauen (Plus: 21,8 Prozent), Älteren ab 55 Jahren (Plus: 25,3 Prozent) und Zuwanderern (Plus: 27,7 Prozent). Weniger günstig entwickelte sich jedoch die Erwerbstätigkeit von beruflich qualifizierten MINT-Fachkräften im Zeitraum von 2011 bis 2015.

Insgesamt sank die Anzahl von 9.178.400 auf 9.080.400 um 1,1 Prozent. Einen deutlichen Rückgang gab es unter Frauen (Minus: 5,7 Prozent); Zuwächse vor allem unter Älteren ab 55 Jahren (Plus: 22,6 Prozent) und unter Zuwanderern (Plus: 5,9 Prozent). Eine ähnliche Entwicklung gibt es in der MuE-Industrie: bei MINT-Akademikern nahm die Erwerbstätigkeit um 16,8 Prozent von 2011 bis 2015 zu, bei MINT-Fachkräften gab es einen leichten Rückgang um 3,4 Prozent.

Offenheit schafft Wohlstand – 170 Mrd. Euro Wertschöpfungsbeitrag der zugewanderten MINT-Kräfte

Die gute Entwicklung der MINT-Erwerbstätigkeit wurde durch die Zuwanderung begünstigt. Der Anteil der zugewanderten MINT-Kräfte an allen erwerbstätigen MINT-Kräften stieg im Zeitraum von 2011 bis 2015 an – von 14,3 Prozent auf 17,5 Prozent unter MINT-Akademikern und von 11,9 Prozent auf 14,7 Prozent unter beruflich qualifizierten MINT-Kräften. Insgesamt waren im Jahr 2015 rund 452.000 zugewanderte MINT-Akademiker und 1.227.800 zugewanderte beruflich qualifizierte MINT-Kräfte erwerbstätig. Im Ganzen trugen die zugewanderten MINT-Kräfte dadurch zu einem Wertschöpfungsbeitrag im Jahr 2016 in Höhe von 170,4 Mrd. Euro bei.

 

 

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