1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Zentrale Anlaufstelle fehlt
Zeige Bild in Lightbox Zentrale Anlaufstelle fehlt
(© Foto: nullplus/iStock)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Menschen mit Behinderung IW-Nachricht 2. Dezember 2016

Zentrale Anlaufstelle fehlt

Am 3. Dezember wird zum 24. Mal der „Internationale Tag der Menschen mit Behinderung“ begangen. Fast jede zehnte Person in Deutschland ist schwerbehindert, doch abgehängt sind sie deshalb nicht: Für die deutsche Wirtschaft ist die Integration behinderter Menschen vielfach selbstverständlich. Die Politik könnte sie dabei allerdings noch besser unterstützen.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Über eine Million schwerbehinderte Menschen arbeiten in Deutschland, viele davon in kleinen Betrieben, die gesetzlich nicht dazu verpflichtet wären. Viele behinderte Arbeitnehmer sind, entgegen mancher Vorurteile, gut qualifiziert und arbeiten als Fachkräfte – wenn ihr Arbeitsplatz behinderungsgerecht ausgestattet ist. Großunternehmen setzen zudem verstärkt auf Chancengleichheit und Inklusion am Arbeitsplatz als Teil ihres Diversity Managements.

Die Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung trägt also heute schon dazu bei, Fachkräfteengpässe abzumildern. Allerdings sind die Förderstrukturen für behinderungsgerechte Arbeitsplätze noch immer sehr unübersichtlich: Arbeitgeber müssen sich an verschiedene Institutionen wenden, um organisatorische und finanzielle Unterstützung zu erhalten. Eine zentrale Anlaufstelle – auch für betroffene Arbeitnehmer – könnte helfen, noch mehr Menschen mit Behinderung in Ausbildung und Beschäftigung zu bringen. Denn trotz aller Fortschritte sind bundesweit noch rund 164.200 schwerbehinderte Menschen auf der Suche nach einem Job.

In Deutschland leben über zehn Millionen Menschen mit einer anerkannten Behinderung, darunter 7,6 Millionen Schwerbehinderte – rund 9,3 Prozent der Bevölkerung. Als schwerbehindert gelten Personen, denen von den Versorgungsämtern ein Grad der Behinderung von 50 und mehr zuerkannt sowie ein gültiger Ausweis ausgehändigt wurde.

Das Internet-Informationssystem www.rehadat.de hilft mit umfangreichen Informationen dabei, Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben teilhaben zu lassen.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Welchen Beitrag leisten Migrant_innen und Geflüchtete zur Sicherung der Arbeitskräftebedarfe in Fachkraftberufen in Deutschland?
Helen Hickmann/ Anika Jansen / Sarah Pierenkemper / Dirk Werner Gutachten 24. November 2021

Ohne sie geht nichts mehr: Welchen Beitrag leisten Migrant_innen und Geflüchtete zur Sicherung der Arbeitskräftebedarfe in Fachkraftberufen in Deutschland?

Deutschland befindet sich in der Anfangsphase eines rasant zunehmenden demografischen Wandels. Bis 2035 wird die Zahl an Personen über 67 Jahre um 22 Prozent steigen, Fachkräfte werden damit zunehmend knapp.

IW

Artikel lesen
Christina Anger / Enno Kohlisch / Axel Plünnecke Gutachten 23. November 2021

MINT-Herbstreport 2021: Mehr Frauen für MINT gewinnen – Herausforderungen von Dekarbonisierung, Digitalisierung und Demografie meistern

Im Oktober 2021 lagen in den MINT-Berufen insgesamt rund 460.900 zu besetzende Stellen vor. Gleichzeitig waren bundesweit 186.984 Personen arbeitslos gemeldet, die gerne einem MINT-Erwerbsberuf nachgehen würden.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880