1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Integrationspolitik: Fachkräftesicherung überwiegt Armutseinwanderung
Zeige Bild in Lightbox Fachkräftesicherung überwiegt Armutseinwanderung
(© Foto: Photographer: Andrey Popov - Fotolia)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Axel Plünnecke IW-Nachricht 27. August 2014

Integrationspolitik: Fachkräftesicherung überwiegt Armutseinwanderung

Im Kampf gegen Sozialmissbrauch durch Einwanderer aus armen EU-Ländern will die Bundesregierung jetzt ein Maßnahmenpaket verabschieden. In der hitzigen Debatte um Armutsmigration sollte aber nicht übersehen werden, dass Deutschland von der EU-weiten Einwanderung profitiert – selbst die Einwanderung aus Bulgarien und Rumänien ist unterm Strich ein Gewinn für Deutschland.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Das IW hat in einer Studie jüngst gezeigt, dass Zuwanderung die deutsche Wirtschaftskraft und öffentlichen Haushalte stärkt und den Wohlstand des Einzelnen fördert. Die IW-Berechnungen zeigen zudem, dass unter den Neuzuwanderern aus Bulgarien und Rumänien der Akademikeranteil relativ hoch ist und rund jeder fünfte erwerbstätige Bulgare oder Rumäne in Fach- und Führungspositionen tätig ist.

Aktuelle Auswertungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigen darüber hinaus, dass es seit der Freizügigkeit innerhalb Europas kein massenhaftes Phänomen einer Armutseinwanderung gibt. Zwar ist der Anteil der Bulgaren und Rumänen, die Sozialleistungen beziehen, in diesem Jahr leicht gestiegen. Positiv ist aber zu bewerten, dass die Beschäftigtenquote unter Rumänen und Bulgaren im letzten Jahr von 49 auf 58 Prozent deutlich zugenommen hat. Auch die saisonbereinigte Arbeitslosenquote ist seit Anfang des Jahres rückläufig.

Zwischen den Kommunen gibt es dabei aber deutliche Unterschiede: Die Arbeitslosenquote der Bulgaren und Rumänen beträgt in Stuttgart nur 6,9 Prozent, in Duisburg indes 34,4 Prozent.

Daher sollte der Bund zwar wie geplant Hilfen für besonders betroffene Kommunen leisten, aber vor allem weiterhin ein klar positives Willkommenssignal für Zuwanderer senden.

PDF herunterladen
12 gute Gründe für Zuwanderung
Wido Geis / Felicitas Kemeny IW-Policy Paper Nr. 2 20. Januar 2014

12 gute Gründe für Zuwanderung

PDF herunterladen Zitieren

Kopieren Sie die Informationen:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
„Stockt bei der Bürokratie“
Axel Plünnecke im WDR 5 WDR 20. Januar 2023

Fachkräftestrategie: „Stockt bei der Bürokratie“

Die Fachkräftestrategie der Bundesregierung soll dabei helfen, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. "Grundsätzlich ein guter Schritt in die richtige Richtung", sagt IW-Experte für Bildung und Innovation Axel Plünnecke im Interview mit dem WDR 5. ...

IW

Artikel lesen
Lydia Malin / Anika Jansen / Robert Köppen Gutachten 13. Januar 2023

KOFA-Studie 1/2023: Die Fachkräftesituation in Metall- und Elektroberufen

In der aktuellen Studie hat das KOFA die Fachkräftesituation in für die Metall- und Elektroindustrie relevanten Berufen analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass in diesen Berufen zwischen Juli 2021 und Juni 2022 bundesweit gut 110.000 Fachkräfte fehlten. ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880