Aktueller Bezug

Eine hohe Kapazitätsbeanspruchung erfordert eine Korrektur der expansiven Geldpolitik und zugleich angebotspolitische Maßnahmen.

Fakten

  • Eine hohe Auslastung der Produktionskapazitäten stellt nicht notwendigerweise eine Überhitzung dar. Davon sollte man erst sprechen, wenn es ernste negative Folgewirkungen – wie eine Fehlallokation von Produktionsfaktoren, Blasen auf bestimmten Märkten (z. B. Immobilien) oder Preis- und Lohnspiralen – gibt.
  • Gut 34 Prozent der vom Institut der deutschen Wirtschaft im Rahmen der Konjunkturumfrage vom Herbst 2017 befragten Firmen melden, dass derzeit ihre Kapazitäten überausgelastet sind. Gut 54 Prozent sprechen von einer Normalauslastung und nur knapp 12 Prozent signalisieren eine Unterauslastung.
  • Rund zwei Drittel der überausgelasteten Firmen gaben an, dass fehlende Fachkräfte der Grund für die Überlastung sind.
  • Die hohe Auslastung zeigt sich bislang nicht in der gesamtwirtschaftlichen Preisentwicklung. Gleichwohl liegen die Preiserhöhungen im Baugewerbe deutlich darüber. Insgesamt gab nur ein Siebtel der Unternehmen mit Überauslastung an, dass sie bislang höhere Verkaufspreise als ein Indiz für die Überbeanspruchung von Kapazitäten sehen.

Bewertung

  • Die Wirtschaftspolitik darf die konjunkturelle Dynamik nicht durch eine expansive Nachfragepolitik weiter befördern, sondern sie muss die Begrenzungen auf der Angebotsseite der Volkswirtschaft durch potenzialorientierte Maßnahmen stärken.