Image
Deutschland ist für Großbritannien wichtigster Handelspartner in Europa. Foto: mikedabell/iStock

Das Vereinigte Königreich ist ein wirtschaftliches Schwergewicht: Zweitgrößte Volkswirtschaft Europas, fünftgrößte der Welt, Produktionsstandort zahlreicher Automobilhersteller und Heimat globaler Öl-Giganten. London ist zudem nach New York der zweitwichtigste Finanzplatz der Welt. Im Derivate- und Devisenhandel ist Großbritannien Weltmarktführer und nirgendwo in Europa sitzen mehr Private-Equity-Firmen und Hedgefonds als in London. Der Finanzsektor hat mit einem Anteil von 8 Prozent am Bruttoinlandsprodukt eine große volkswirtschaftliche Bedeutung.

Europa und das Vereinigte Königreich sind eng miteinander verstrickt: Knapp die Hälfte der britischen Exporte gehen in die EU. Deutschland ist für Großbritannien wichtigster Handelspartner in Europa – und andersherum ist Großbritannien für Deutschland der drittwichtigste Exportmarkt. Am 23. Juni 2016 stimmten die Briten in einem Referendum mehrheitlich für den Austritt aus der Europäischen Union. Der angestrebte Brexit wird das Land und ganz Europa noch eine Weile beschäftigen.

Ansprechpartner

17. November 2017

Jürgen Matthes Europa zwischen Komfortzone und KrisenherdArrow

Das Erstarken populistischer Parteien, Terrorangriffe und nicht zuletzt das Brexit-Votum haben die Europäische Union gehörig durcheinandergeschüttelt. Doch es gibt auch Lichtblicke: Die Begeisterung für den europäischen Staatenverbund war schon lange nicht mehr so groß wie heute. Gleichwohl gibt es in vielen Punkten Verbesserungsbedarf. Dieser Beitrag bildet den Auftakt einer Serie zur Zukunft der EU auf iwd.de. mehr auf iwd.de

Brexit-Verhandlungen: „Jeder Deal wäre besser als kein Deal”
Interview, 13. November 2017

Michael Hüther im Deutschlandfunk Brexit-Verhandlungen: „Jeder Deal wäre besser als kein Deal”Arrow

Mit dem bisherigen Gesprächstempo werde es eng für einen kontrollierten Brexit, sagte der Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln, Michael Hüther, im Interview mit dem Deutschlandfunk. Die Briten hätten mit ihrer bisherigen „Strategielosigkeit” die Chance vertan, die Trennung konstruktiv zu gestalten. mehr