Baubedarf Image
Um die hohe Nachfrage nach Wohnraum in den Großstädten zu bedienen, sind Politik und Immobilienwirtschaft gefragt. Foto: querbeet/iStock

Der Baubedarf setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen: etwa den Baubedarf aufgrund der demografischen Entwicklung, den Ersatzbedarf wegen nicht mehr bewohnbarer oder umgewidmeter Gebäude und den Nachholbedarf, der entstanden ist, weil in der Vergangenheit zu wenig gebaut wurde. Das IW-Wohnungsbedarfsmodell zeigt auf Ebene der deutschen Städte und Kreise, wie viele Wohnungen errichtet werden müssen, um den Baubedarf zu decken.

Der Baubedarf steigt in Deutschland stetig an, weil pro Kopf mehr Wohnfläche nachgefragt wird. Einerseits werden die Menschen wohlhabender und können sich größere Wohnungen leisten. Andererseits leben im Durchschnitt immer weniger Personen in einem Haushalt. Hinzu kommt, dass zuletzt viele Menschen aus dem Ausland nach Deutschland gekommen sind und sich vor allem in den Städten niederlassen wollen. Auch viele Menschen innerhalb Deutschlands zieht es vom Land in die Stadt. Deshalb verteilt sich der Baubedarf nicht gleichmäßig über die Republik: Während auf dem Land häufig sogar zu viel gebaut wird, herrscht in den Metropolen und vielen Universitätsstädten ein gravierender Wohnungsmangel. Um die hohe Nachfrage nach Wohnraum in den Großstädten zu bedienen, sind Politik und Immobilienwirtschaft gefragt. Mehr Bauland bereitzustellen ist Grundvoraussetzung, auf die Agenda gehören aber auch die Nachverdichtung sowie der Ausbau und Umbau von Gebäuden.

Wohnungsbedarfsmodell

Ansprechpartner

Interview, 14. Juli 2017

Michael Voigtländer in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung „Steigende Zinsen treffen zuerst das Land“Arrow

Mit einer Studie über zu viel Neubau in ländlichen Regionen und Zersiedelung in Dörfern hat das IW Köln kürzlich viel Aufsehen erregt. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung beantwortet IW-Ökonom Michael Voigtländer Fragen zu Forschungsergebnissen und geht auf Argumente von Kritikern ein. mehr

13. Juli 2017

Philipp Deschermeier Der Wohnungsmarkt ist eine BaustelleArrow

Eine weiter wachsende Bevölkerung braucht mehr Wohnraum – doch in den deutschen Städten hinkt das Angebot der Nachfrage schon heute hinterher. Das IW Köln hat ausgerechnet, wie viele neue Wohnungen bis 2035 in Deutschland gebaut werden müssen. mehr auf iwd.de

Ralph Henger, Leiter des bundesweiten Modellversuchs „Planspiel Flächenhandel“
Gastbeitrag, 28. Juni 2017

Ralph Henger im Magazin Hausbauinformationen Brauchen wir eine Flächenwende? Arrow

Ist Flächensparen angesichts angespannter Wohnungsmärkte noch richtig? Oder sollten wir den Sparkodex endlich aufgeben und wieder mehr neue Flächen ausweisen, damit mehr Bauland auf der grünen Wiese bereitgestellt und mehr gebaut werden kann? Ein Gastbeitrag im Magazin Hausbauinformationen von Ralph Henger, Leiter des bundesweiten Modellversuchs „Planspiel Flächenhandel“. mehr