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Gutachten 4. Oktober 2017 Wido Geis / Bernhard Koldert / Axel Plünnecke / Michael Thöne Kosten und Nutzen lokaler Familienzeitpolitik

Zeit ist ein entscheidender Faktor dafür, wie gut das Familienleben gelingt. Kommt es zu Zeitkonflikten und Stress, schadet das nicht nur den betroffenen Personen selbst, sondern belastet die Familie als Ganzes. Zudem führen Zeitkonflikte häufig dazu, dass insbesondere Mütter nicht im von ihnen gewünschten Umfang erwerbstätig werden und ihre berufliche Entwicklung vorantreiben können.

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Kosten und Nutzen lokaler Familienzeitpolitik
Gutachten 4. Oktober 2017 Wido Geis / Bernhard Koldert / Axel Plünnecke / Michael Thöne

Kosten und Nutzen lokaler Familienzeitpolitik

Wido Geis / Bernhard Koldert / Axel Plünnecke / Michael Thöne Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Zeit ist ein entscheidender Faktor dafür, wie gut das Familienleben gelingt. Kommt es zu Zeitkonflikten und Stress, schadet das nicht nur den betroffenen Personen selbst, sondern belastet die Familie als Ganzes. Zudem führen Zeitkonflikte häufig dazu, dass insbesondere Mütter nicht im von ihnen gewünschten Umfang erwerbstätig werden und ihre berufliche Entwicklung vorantreiben können.

Vor diesem Hintergrund ist Zeitpolitik ein wichtiger Pfeiler der Familienpolitik. Sie kann erreichen, dass Familien in der Lage sind, ihre Zeit so mit verschiedenen Aktivitäten auszufüllen, wie es ihren Bedürfnissen und Wünschen am besten entspricht. So machen es Ganztagsbetreuungsangebote in vielen Fällen erst möglich, dass beide Elternteile – falls gewünscht – bis in den Nachmittag arbeiten können. Dabei werden die meisten der für Familien relevanten Zeitstrukturen auf lokaler Ebene gestaltet, sodass der kommunalen Ebene bei der Zeitpolitik für Familien eine entscheidende Rolle zukommt. In manchen Fällen ist es allerdings nicht die Kommunalverwaltung, welche die Zeitstrukturen gestaltet, sondern weitere lokale Akteure und Akteurinnen. Dies gilt etwa mit Blick auf die Arbeitszeiten, die von den Unternehmen vor Ort mit ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen oder deren Vertretungen ausgehandelt werden.

Dabei ist die lokale Familienzeitpolitik in vielen Fällen nicht klar von anderen Politikfeldern abgrenzbar, sondern es handelt sich um eine echte Querschnittaufgabe. Werden etwa die Verkehrszeiten im öffentlichen Personennahverkehr familienfreundlicher gestaltet, ist dies nicht nur eine zeitpolitische, sondern auch eine verkehrspolitische Maßnahme. Das hat zufolge, dass die entsprechenden Maßnahmen sowohl aus einem zeitpolitischen als auch aus einem verkehrspolitischen Impuls initiiert und umgesetzt werden können. Im letzteren Fall werden sie in der Regel gar nicht der lokalen Familienzeitpolitik zugerechnet. Zudem haben nicht nur die lokalen Zeitstrukturen an sich, sondern auch die örtlichen Gegebenheiten sehr starken Einfluss auf die Zeitgestaltungsmöglichkeiten der Familien. Daher sollte die lokale Familienzeitpolitik gerade auch bei der Stadtplanung und -entwicklung Berücksichtigung finden.

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Gutachten 4. Oktober 2017 Wido Geis / Bernhard Koldert / Axel Plünnecke / Michael Thöne

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Wido Geis / Bernhard Koldert / Axel Plünnecke / Michael Thöne Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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