Längere Arbeitszeiten sind ein Mittel, um den Folgen des Bevölkerungsrückgangs zu begegnen, findet IW-Arbeitsmarktexperte Holger Schäfer in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel.
Griechenland als Vorbild: Kommt die Sechstagewoche auch nach Deutschland?
In Deutschland gibt es keine Beschränkungen der Anzahl der Arbeitstage. Lediglich der Sonntag gilt als arbeitsfrei, abgesehen von einer recht umfangreichen Liste mit Ausnahmen. Die Frage, ob man die griechische Idee auch in Deutschland umsetzen solle, stellt sich daher nicht: Wer eine Sechstagewoche mit seinem Arbeitgeber vereinbaren möchte, kann das tun.
Nur weil die Möglichkeit dazu besteht, heißt das aber nicht, dass auch alle sechs Tage arbeiten. In Deutschland wie Griechenland wird die Arbeitszeit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart – mit dem Ergebnis, dass die meisten fünf Tage in der Woche arbeiten. Eine andere Frage ist, ob es gesamtwirtschaftlich sinnvoll wäre, wenn eine größere Anzahl Arbeitnehmer sechs Tage arbeiten würde. Tatsächlich können längere Arbeitszeiten ein geeignetes Instrument sein, der demografischen Schrumpfung zu begegnen. Dabei geht es nicht um einen Zwang, länger zu arbeiten. Von der Politik sind vielmehr Maßnahmen gefragt, die eine Ausweitung der individuellen Arbeitszeit attraktiver machen.
Reformpaket: Was die Beschlüsse für die Wirtschaft bedeuten
Steuern, Arbeitsmarkt, Bürokratie: Die Koalition hat ein umfassendes Reformpaket vorgestellt. 34 Reformschritte, aber kein großer Wurf – und trotzdem das richtige Signal. Die IW-Einschätzung zu den einzelnen Maßnahmen.
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Grundsicherung steht vor dritter Nullrunde in Folge
Ab morgen gilt die neue Grundsicherung. Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigen: Der Regelsatz steigt 2027 voraussichtlich nicht – zum dritten Mal hintereinander.
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