1. Home
  2. Studien
  3. Migration und die Innovationskraft Deutschlands
Oliver Koppel / Daniel Lüke / Enno Röben IW-Trends Nr. 4 1. Januar 2019 Migration und die Innovationskraft Deutschlands

Die vorliegende Sonderauswertung der Patentdatenbank des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) analysiert den Beitrag von Migration zur Innovationskraft Deutschlands. Hierzu wurde eigens eine Vornamensdatenbank entwickelt, die eine soziodemografische Analyse aller in Deutschland wohnhaften Erfinder der Jahre 2005 bis 2016 ermöglicht.

PDF herunterladen
Migration und die Innovationskraft Deutschlands
Oliver Koppel / Daniel Lüke / Enno Röben IW-Trends Nr. 4 1. Januar 2019

Migration und die Innovationskraft Deutschlands

IW-Trends

Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die vorliegende Sonderauswertung der Patentdatenbank des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) analysiert den Beitrag von Migration zur Innovationskraft Deutschlands. Hierzu wurde eigens eine Vornamensdatenbank entwickelt, die eine soziodemografische Analyse aller in Deutschland wohnhaften Erfinder der Jahre 2005 bis 2016 ermöglicht.

Es zeigt sich, dass Migration einen immer größeren Beitrag zur Innovationskraft Deutschlands liefert. Auf Basis von Vollpatentäquivalenten ist der Anteil in Deutschland wohnhafter Erfinder mit ausländischen Wurzeln an allen in Deutschland wohnhaften Erfindern von 6,1 Prozent im Jahr 2005 auf 9,4 Prozent im Jahr 2016 gestiegen. Eine Messung auf Basis von reinen Erfindernennungen bestätigt diese Ergebnisse. Im Jahr 2016 wurden hierzulande 4,3 Prozent mehr Anmeldungen von Erfindern mit Wohnsitz in Deutschland getätigt als noch 2005. Erfinder aus dem deutschen Sprachraum konnten ihren Beitrag im Vergleichszeitraum mit insgesamt +1 Prozent jedoch nur unterproportional erhöhen, während Erfinder aus nichtdeutschen Sprachräumen eine Steigerung um gut 65 Prozent verzeichneten. Vor allem Erfinder aus dem indischen, chinesischen und arabisch-türkischen Sprachraum tragen in zunehmendem Maß zu Patentanmeldungen aus Deutschland bei. Mit dem geplanten Fachkräftezuwanderungsgesetz, welches auch potenzialorientierte Zuwanderung technisch-naturwissenschaftlicher Fachkräfte – und damit der Kerngruppe potenzieller Erfinder – aus Drittstaaten
weiter vereinfachen soll, würde Deutschland einen positiven Impuls zur Stärkung seines Innovationssystems setzen.

PDF herunterladen
Migration und die Innovationskraft Deutschlands
Oliver Koppel / Daniel Lüke / Enno Röben IW-Trends Nr. 4 1. Januar 2019

Oliver Koppel / Daniel Lüke / Enno Röben: Migration und die Innovationskraft Deutschlands

IW-Trends

Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Team verschiedener Ingenieure mit Laptop und Tablet zur Analyse des Elektrofahrzeugmotors im Forschungslabor. Modernes Technologiekonzept für nachhaltige Energie und Emissionsreduzierung.
Enno Kohlisch / Oliver Koppel / Thomas Puls IW-Trends Nr. 4 13. November 2023

Transformation der Automobilindustrie: Deutschlands Investitionsperformance im internationalen Vergleich

Die Automobilindustrie befindet sich in einem umfassenden Technologiewandel, der die etablierten Wertschöpfungsketten infrage stellt. Den laufenden Wandel mit heimischer Forschung mitzugestalten, ist daher für die Automobilstandorte von großer Bedeutung.

IW

Artikel lesen
Maike Haag / Enno Kohlisch / Oliver Koppel IW-Report Nr. 53 19. Oktober 2023

China auf dem Weg zur führenden Technologienation

China ist aus eigener Forschungskraft („Make“) auf dem Weg in die Weltspitze der technologischen Innovatoren und bereits heute einer der wichtigsten Konkurrenten für Deutschland. In einzelnen Technologiebereichen (z.B. Kfz) besteht sogar die akute Gefahr eines ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880