1. Home
  2. Studien
  3. Außerhalb der Echokammer: Eine Analyse des Bundestagswahlkampfs 2021 auf Twitter
Externe Veröffentlichung 13. März 2023 Matthias Diermeier / Armin Mertens / Judith Niehues Außerhalb der Echokammer: Eine Analyse des Bundestagswahlkampfs 2021 auf Twitter

Immer mehr Menschen in Deutschland haben das Gefühl, nicht mehr frei ihre Meinung äußern zu dürfen. Insbesondere der öffentliche Diskurs wird von vielen Deutschen als zunehmend respektlos wahrgenommen.

zum Download
Externe Veröffentlichung
Eine Analyse des Bundestagswahlkampfs 2021 auf Twitter
Externe Veröffentlichung 13. März 2023 Matthias Diermeier / Armin Mertens / Judith Niehues

Außerhalb der Echokammer: Eine Analyse des Bundestagswahlkampfs 2021 auf Twitter

Matthias Diermeier / Armin Mertens / Judith Niehues Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Immer mehr Menschen in Deutschland haben das Gefühl, nicht mehr frei ihre Meinung äußern zu dürfen. Insbesondere der öffentliche Diskurs wird von vielen Deutschen als zunehmend respektlos wahrgenommen.

Eine Analyse des Bundestagswahlkampfs 2021 auf Twitter verdeutlicht, woher entsprechende Einstellungsmuster rühren könnten. Während die rund 3.000 Tweets der Spitzenkandidierenden größtenteils neutral und sachlich klassifiziert werden können, zeichnet eine KI gestützte Sentimentanalyse der knapp 350.000 direkten Antworten auf Politiker*innen-Tweets das Bild eines deutlich verrohten Diskurses nach. So schlägt den politischen Spitzenkandidierenden themen- und lagerabhängig ein deutlich negativ intoniertes Echo entgegen. In der Komfortzone der vieldiskutierten Filterblasen scheinen sie sich kaum zu bewegen. Vielmehr lässt sich über (abstrakte) Likes und Retweets hinaus affirmative Kommunikation lediglich in Ausnahmefällen konstatieren. Vielmehr scheint in den unterschiedlichen hoch polarisierten Themendiskursen eine nüchtern formulierte gegenläufige Position auszureichen, damit hasserfüllte Online Firestorms über die Kandierenden hereinbrechen. Tatsächlich mögen eben die harschen Reaktionen auf neutral formulierte Inhalte ein Grund dafür sein, dass die Grenzen des Sagbaren deutlich restriktiver wahrgenommenen werden. Die Analyse deckt zudem auf, dass die aggressiven Reflexe im digitalen Diskursraum keineswegs einem bestimmten politischen Spektrum wie etwa dem rechten Rand vorbehalten bleiben. Des Weiteren wird Twitter von Spitzenkandidierenden kaum genutzt, um mit Interessierten diskursiv in Kontaktakt zu treten, sondern konstituiert größtenteils einen weiteren Kanal der politischen top-down Kommunikation.

zum Download
Externe Veröffentlichung
Eine Analyse des Bundestagswahlkampfs 2021 auf Twitter
Externe Veröffentlichung 13. März 2023 Matthias Diermeier / Armin Mertens / Judith Niehues

Außerhalb der Echokammer: Eine Analyse des Bundestagswahlkampfs 2021 auf Twitter

Matthias Diermeier / Armin Mertens / Judith Niehues Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Artikel lesen
„Die AfD ist ein Standortrisiko“
Interview 10. Oktober 2026 Knut Bergmann in der Rheinischen Post

„Die AfD ist ein Standortrisiko“

Die AfD droht Wohlstand und politische Mitte zu zerstören, warnt Knut Bergmann, Leiter des IW-Hauptstadtbüros, im Interview. Die Koalition dürfe nicht länger die Zumutungsaversion in der Bevölkerung befeuern, sondern müsse die Reformen jetzt durchziehen.

Knut Bergmann in der Rheinischen Post IW

Artikel lesen
IW-Kurzbericht Nr. 68 9. Oktober 2026 Knut Bergmann / Matthias Diermeier / Dan Muncaster

Direktmandate: Wenn der Besenstiel die Wahl gewinnt

Sichere Wahlkreise stärken schwer kontrollierbare radikale Basiskandidaten. Kommt die AfD in Sachsen-Anhalt an die Regierung, dürfte uns wirtschaftspolitisch eine Unsicherheit drohen wie in den USA.

Knut Bergmann / Matthias Diermeier / Dan Muncaster IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880