Wo bleibt die Mitte?
Arm und Reich in Deutschland
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Wo bleibt die Mitte?
In aktuellen Debatten stehen immer wieder die Lebensverhältnisse an den Rändern der Gesellschaft im Mittelpunkt. Der „Normalbürger“ gerät dabei leicht aus dem Blick. Zwar wird immer wieder auf den Begriff „Mittelschicht“ zurückgegriffen, eine einheitliche Definition dieser Gruppe gibt es allerdings nicht. Grundsätzlich gibt es drei Dimensionen, über die sich die Mitte abgrenzen lässt: soziodemografische Merkmale, finanzielle Merkmale und subjektive Kriterien. In ökonomischen Studien zur Mittelschicht steht meist eine Abgrenzung über das Einkommen im Vordergrund. Die IW-Analyse beschäftigt sich mit diesen Fragen: Ist die „Mittelschicht“ nicht bereits selbst ein Mythos, weil sich die Gesellschaft mehr als nur in „die da oben“, „die da unten“ und „die dazwischen“ strukturiert? Hat sich die gesellschaftliche Mitte im Lauf der Zeit verändert? Verfügen nur die Einkommensreichen über nennenswertes Vermögen? Wer trägt die Hauptlast, wenn es um die Finanzierung staatlicher Aufgaben geht?
Arm und Reich in Deutschland
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Vermögensverteilung in Deutschland und Europa
In Deutschland beträgt das durchschnittliche Vermögen der Haushalte mit rund 450.000 Euro mehr als in Frankreich, aber weniger als in Belgien oder Luxemburg. Im Vergleich zu den drei Nachbarstaaten ist das Vermögen in der Bundesrepublik allerdings ungleicher verteilt.
iwd
Mit Vermögen sinkt das Armutsrisiko im Alter um 38 Prozent
Das Armutsgefährdungsrisiko fällt in Deutschland erheblich geringer aus, wenn neben den Einkommen der Haushalte auch ihre Vermögen berücksichtigt werden. Dieser Effekt fällt im Alter besonders groß aus, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).
IW