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IW-Trends Nr. 2 20. April 2021 Hubertus Bardt / Michael Grömling Privater Konsum in Deutschland: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Spiegel früherer Konjunkturkrisen

Die derzeitige Konjunkturkrise ist am aktuellen Rand eine Konsumkrise und in ihrer Dimension deutlich stärker als während der globalen Finanzmarktverwerfungen von 2008/2009. Der private Konsum hat sich in den 15 Jahren bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland ähnlich gut entwickelt wie in den 1990er Jahren. Die bis dahin gute Arbeitsmarktentwicklung hat sich in einem stetigen Zuwachs beim Haushaltseinkommen niedergeschlagen.

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Die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Spiegel früherer Konjunkturkrisen
IW-Trends Nr. 2 20. April 2021 Hubertus Bardt / Michael Grömling

Privater Konsum in Deutschland: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Spiegel früherer Konjunkturkrisen

Hubertus Bardt / Michael Grömling Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die derzeitige Konjunkturkrise ist am aktuellen Rand eine Konsumkrise und in ihrer Dimension deutlich stärker als während der globalen Finanzmarktverwerfungen von 2008/2009. Der private Konsum hat sich in den 15 Jahren bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland ähnlich gut entwickelt wie in den 1990er Jahren. Die bis dahin gute Arbeitsmarktentwicklung hat sich in einem stetigen Zuwachs beim Haushaltseinkommen niedergeschlagen.

COVID-19 hat diese anhaltende Konsumkonjunktur im Jahr 2020 jäh beendet. Infolge der beiden Infektionswellen und der damit einhergehenden Konsumrestriktionen belaufen sich die Konsumausfälle je nach Referenzszenario im Jahr 2020 auf insgesamt 100 bis 150 Milliarden Euro. Jeder Einwohner Deutschlands hat gemäß dieser Schätzung im Jahr 2020 infolge der Corona-Krise zwischen 1.250 Euro und 1.750 Euro weniger konsumiert. Das TCB-IW-Verbrauchervertrauen, das als Teil des Global Consumer Confidence Survey erhoben und gemeinsam von The Conference Board (TCB) und dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) veröffentlicht wird, liefert eine Orientierung für die Belastungen beim privaten Konsum im ersten Quartal 2021 in Deutschland. Bislang wurden bereits 70 Prozent des enormen Vertrauensverlusts vom zweiten Quartal 2020 wieder ausgeglichen. Das Verbrauchervertrauen lag bei seiner Erhebung im ersten Quartal 2021 mit gut 97 Punkten noch um mehr als 5 Punkte unter dem Niveau vor der Krise. Trotz der auch im ersten Vierteljahr 2021 wirksamen Restriktionen kam es – wegen der im Vergleich besseren Beschäftigungsperspektiven – nicht zu einem erneut starken Vertrauenseinbruch wie im zweiten Quartal 2020. Der Konsumausfall dürfte sich im ersten Quartal 2021 auf weitere 40 bis über 60 Milliarden Euro belaufen.

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IW-Trends Nr. 2 20. April 2021 Hubertus Bardt / Michael Grömling

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