1. Home
  2. Studien
  3. Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns: Argumente gegen eine politische Lohnfindung
Hagen Lesch / Helena Schneider / Christoph Schröder Gutachten 26. Februar 2021 Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns: Argumente gegen eine politische Lohnfindung

Nach dem Mindestlohngesetz hat die Mindestlohnkommission die Aufgabe, alle zwei Jahre über eine Anpassung des Mindestlohns zu entscheiden. Neben einer Gesamtabwägung soll sie sich dabei nachlaufend an der Tariflohnentwicklung orientieren.

PDF herunterladen
Argumente gegen eine politische Lohnfindung
Hagen Lesch / Helena Schneider / Christoph Schröder Gutachten 26. Februar 2021

Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns: Argumente gegen eine politische Lohnfindung

Gutachten im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH (INSM)

PDF herunterladen Zitieren

Kopieren Sie die Informationen:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Nach dem Mindestlohngesetz hat die Mindestlohnkommission die Aufgabe, alle zwei Jahre über eine Anpassung des Mindestlohns zu entscheiden. Neben einer Gesamtabwägung soll sie sich dabei nachlaufend an der Tariflohnentwicklung orientieren.

Dieses Regelbindungselement hat sich bewährt. Das Tarifsystem geriet zwar in einigen Branchen mit niedrigem Lohnniveau unter Anpassungsdruck. Das Tarifgeschehen wurde aber nicht nachhaltig negativ beeinflusst. Die vom Bundesarbeitsminister vorgeschlagene Änderung des Anpassungsmechanismus, der eine Orientierung des Mindestlohns am Medianeinkommen vorsieht, würde diesen Erfolg gefährden und tief in die Tarifautonomie eingreifen. Erfahrungen aus Frankreich und dem Vereinigten Königreich zeigen, dass eine Umgestaltung des Mindestlohns zu einem „Living Wage“ Lohnsubventionen für Unternehmen notwendig machen würden, um negative Beschäftigungseffekte zu vermeiden. Dies sollte – ebenso wie die daraus resultierenden fiskalischen Lasten – in der politischen Debatte thematisiert werden. Zudem wurde der Living Wage im Vereinigten Königreich im Jahr 2016 vor dem Hintergrund eines günstigen ökonomischen Umfelds beschlossen. Bei ungünstiger Entwicklung kann eine Notbremse („Emergency Break“) gezogen werden.

 

PDF herunterladen
Argumente gegen eine politische Lohnfindung
Hagen Lesch / Helena Schneider / Christoph Schröder Gutachten 12. Februar 2021

Hagen Lesch / Helena Schneider / Christoph Schröder: Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns – Argumente gegen eine politische Lohnfindung

Gutachten im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH (INSM)

PDF herunterladen Zitieren

Kopieren Sie die Informationen:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Strukturdefizite verstärken sich
Hagen Lesch / Luis Winter IW-Kurzbericht Nr. 50 22. Juli 2021

Gewerkschaften: Strukturdefizite verstärken sich

In Deutschland war zuletzt nur noch jeder sechste Arbeitnehmer Mitglied einer Gewerkschaft. Eine Analyse der Mitgliederstruktur lässt befürchten, dass sich der schon länger bestehende Abwärtstrend auch in den nächsten Jahren fortsetzen wird. Die Gewerkschaften ...

IW

Artikel lesen
Helena Schneider IW-Trends Nr. 2 29. Juni 2021

Flexibilität des M+E-Flächentarifvertrags: Ergänzungstarifverträge als Allheilmittel?

Um Investitionen zu ermöglichen oder Arbeitsplätze in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu sichern, können flächentarifgebundene Unternehmen in der Metall- und Elektro-Industrie über Ergänzungstarifverträge temporär von den Regelungen des Flächentarifvertrags ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880