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Andreas Fischer / Malte Küper IW-Policy Paper Nr. 23 25. September 2021 Green Public Procurement: Potenziale einer nachhaltigen Beschaffung

In diesem Policy Paper werden Emissionsvermeidungspotenziale einer nachhaltigen öffentlichen Beschaffung am Beispiel klimafreundlicher Baumaterialien auf Basis von grünem Wasserstoff dargestellt.

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Potenziale einer nachhaltigen Beschaffung
Andreas Fischer / Malte Küper IW-Policy Paper Nr. 23 25. September 2021

Green Public Procurement: Potenziale einer nachhaltigen Beschaffung

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In diesem Policy Paper werden Emissionsvermeidungspotenziale einer nachhaltigen öffentlichen Beschaffung am Beispiel klimafreundlicher Baumaterialien auf Basis von grünem Wasserstoff dargestellt.

Mit einem jährlichen Investitionsvolumen von knapp 500 Milliarden Euro geht von der öffentlichen Beschaffung in Deutschland ein enormes Potenzial für den Erwerb klimafreundlicher Produkte und Dienstleistungen aus. Auf diese Weise können durch öffentliche Investitionen nicht nur Treibhausgasemissionen vermieden, sondern auch erste Leitmärkte für klimafreundliche Produkte geschaffen werden. Neben positiven Effekten auf die Kostenentwicklung durch Skalen- und Lerneffekte, kann durch die Vorbildfunktion auch die Akzeptanz neuartiger Güter bei Privatkunden gestärkt werden. Die hierzu nötigen Rahmenbedingungen auf nationaler wie auch auf europäischer Ebene existieren bereits. Es bestehen allerdings Hemmnisse bei der Umsetzung, hauptsätzlich aufgrund des hohen Informationsbedarfs und Verwaltungsaufwands sowohl für die zuständigen Behörden als auch für die betroffenen Unternehmen.

Trotz einzelner Positivbeispiele spielt die Berücksichtigung nachhaltiger Kriterien bisher noch eine untergeordnete Rolle. Dabei bleiben enorme Potenziale ungenutzt, die auf dem Pfad zur Klimaneutralität 2045 einen wichtigen Beitrag leisten könnten. Besonders hoch ist das Potenzial der nachhaltigen öffentlichen Beschaffung im Bausektor, welcher knapp 40 Prozent öffentlicher Großaufträge ausmacht (Chiappinelli/Zipperer 2017). Ein Großteil der durch den Bausektor verursachten Emissionen entsteht dabei bei der Produktion der benötigten Grundstoffe. Allein auf die Erzeugung und Verarbeitung von Stahl und Zement entfielen im Jahr 2018 etwa 16 Prozent der globalen THG-Emissionen (Chatham House, 2018; McKinsey, 2020). Alternative Technologien zur klimaneutralen Herstellung dieser Güter existieren zwar bereits – so können beispielsweise Stahl und Kunststoff durch den Einsatz von klimafreundlichem Wasserstoff nahezu CO2-neutral („grün“) produziert werden – sind allerdings aufgrund hoher Investitions- und Betriebskosten bisher nicht wirtschaftlich. Unternehmen müssen davon ausgehen, dass ihre Kunden nicht bereit sind, den Aufpreis klimafreundlicher Produkte zu tragen.

Durch eine verpflichtende Quote auf grünen Stahl und Kunststoff bei der öffentlichen Beschaffung, könnten Bund, Länder und Kommunen erste gesicherte Absatzmärkte für klimafreundliche Grundstoffe und auf diese Weise auch Investitionssicherheit für Unternehmen schaffen. Wie diese Studie zeigt, könnten durch eine öffentliche Quote von 30 Prozent auf grünen Stahl und Kunststoff, jährliche CO2-Einsparungen von knapp 1,9 Millionen Tonnen CO2 erzielt werden. Demnach ließen sich Treibhausgase in Höhe der jährlichen Emissionen des nationalen Flugverkehrs vermeiden.  

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