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ZUNYI, CHINA - OCTOBER 23: Aerial view of local residents queuing up for COVID-19 nucleic acid testing at a square during a citywide COVID-19 nucleic acid testing campaign on October 23, 2021 in Zunyi, Guizhou Province of China. (Photo by Yang Yang/VCG via Getty Images) (© Foto: GettyImages)
Pressemitteilung 11. November 2021 Michael Hüther / Michael Grömling / Jürgen Matthes / Oliver Stettes

Bye-Bye Baby-Boomer: Es drohen Wohlstandsverluste in Milliardenhöhe

Die Baby-Boomer gehen in Rente. Das bremst das Wachstum, weshalb die neue Bundesregierung sich des Themas annehmen muss – und es geht um viel: Mit einer innovations- und investitionsfreundlichen Politik kann der Lebensstandard im Jahr 2035 um rund 3.000 Euro je Einwohner höher ausfallen als bei einem Weiter-So.

In den nächsten 15 Jahren wird sich die deutsche Wirtschaft drastisch wandeln: Die Baby-Boomer arbeiten nicht mehr, auf dem Arbeitsmarkt fehlen dann mehr als fünf Millionen Erwerbstätige. Eine neue IW-Studie, die gemeinsam mit StepStone, New Work SE und Kienbaum Consultants International entstanden ist, untersucht nun die Folgen dieses Wandels. Dafür haben die Wissenschaftler drei Szenarien simuliert:
 

  1. Im Basisszenario sinkt das Arbeitsvolumen wie demografisch vorgezeichnet ab 2025 deutlich und bremst damit das Wirtschaftswachstum. Gleichzeitig gehen die IW-Ökonomen davon aus, dass der Kapitaleinsatz – also Produktionsfaktoren wie Maschinen und Werkzeuge – bis 2035 langsam steigt. Der technische Fortschritt entwickelt sich gleichmäßig weiter, wenn auch in überschaubarem Ausmaß: Viele Fachkräfte fehlen, dadurch gibt es weniger Innovationen. Unter der Annahme eines solchen weitgehenden Weiter-So in der Politik steigt das reale Einkommen pro Kopf bis 2035 nur noch um durchschnittlich rund ein Prozent pro Jahr. Würde es in den kommenden Jahren genauso stark wachsen wie in den vergangenen drei Dekaden, dann läge der Lebensstandard im Jahr 2035 um gut 1.600 Euro je Einwohner höher.
  2. In einem Positivszenario gelingt es, die Lücke der Baby-Boomer etwas auszugleichen, es gibt also deutlich mehr Fachkräfte, mehr Kapital und stärkeren technischen Fortschritt als im Basisszenario. Dadurch steigt die Produktivität und das reale Einkommen pro Kopf wächst mit jahresdurchschnittlich 1,4 Prozent deutlich stärker. Damit liegt der Lebensstandard im Jahr 2035 um rund 3.000 Euro höher als im Basisszenario. 
  3. Es kann aber auch schlechter kommen, wenn die Wirtschaftspolitik ihre Hausaufgaben nicht macht. In einem Negativszenario würden ein schlechteres Innovationsklima und investitionshemmende Weichenstellungen die Wirtschaft deutlich stärker bremsen. Dann drohen spürbare Wohlstandsverluste. Das reale Einkommen pro Kopf würde im Vergleich zum Basisszenario im Jahr 2035 um bis zu 4.000 Euro geringer ausfallen. 

Die Politik muss jetzt handeln. Den Unternehmen fehlen viele Erwerbstätige: Würden Kitas und Schulen weiter ausgebaut, könnten viele Eltern Vollzeit statt Teilzeit arbeiten. Auch Zuwanderer können helfen, die Fachkräftelücke etwas zu schließen. Lebenslanges Lernen und gezielte Weiterbildungen sind unverzichtbar, um ältere Beschäftigte langfristig am Arbeitsmarkt zu halten. Es braucht aber auch optimale Bedingungen für private Investitionen, eine bessere öffentliche Infrastruktur und gute Marktzugangschancen für Unternehmen, die Innovationen anbieten. „Die künftige Bundesregierung ist gefordert, auf die Schrumpfung der Bevölkerung zu reagieren, erst dann können auch die Unternehmen ihre Hausaufgaben erledigen“, sagt IW-Direktor Michael Hüther. „Ein Weiter-So kostet uns alle Wohlstand und kann nicht im Interesse der Politik sein.“ 

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Ein Wachstumspfad für mehr Produktivität, Innovation und Beschäftigung in Deutschland
Gutachten 11. November 2021 Michael Grömling / Andrea Hammermann / Björn Kauder / Jürgen Matthes / Oliver Stettes

Ein Wachstumspfad für mehr Produktivität, Innovation und Beschäftigung in Deutschland

Kooperationspartner: StepStone GmbH, NEW WORK SE, Kienbaum Consultants International

Michael Grömling / Andrea Hammermann / Björn Kauder / Jürgen Matthes / Oliver Stettes Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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Bye-Bye Baby-Boomer: Es drohen Wohlstandsverluste in Milliardenhöhe

Statement Michael Hüther zur Presseveranstaltung

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Statement Petra von Strombeck, Vorstandsvorsitzende der NEW WORK SE

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Statement Bibi Hahn, Co-CEO bei Kienbaum Consultants International

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Statement Sebastian Dettmers, CEO bei StepStone

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