1. Home
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. Nur oberflächlich robust
Zeige Bild in LightboxNur oberflächlich robust
(© Foto: Stephanie Howard/iStock)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

IW-Konjunkturumfrage und-prognose Pressemitteilung Nr. 23 25. April 2016

Nur oberflächlich robust

Auf den ersten Blick geht es der deutschen Wirtschaft ganz gut. Um 1½ Prozent wird sie 2016 wachsen. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in seiner Konjunkturprognose. Doch die Wissenschaftler mahnen: Die konjunkturellen Probleme in den Schwellenländern und steigende Energiepreise drohen das Wachstum abzubremsen.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Die Deutschen können derzeit viel Geld ausgeben, sehr zur Freude der Wirtschaft. Der starke Arbeitsmarkt, niedrige Energiepreise und Zinsen steigern den Konsum. Auch der Staat nimmt mehr Geld in die Hand. Vor allem für die Unterbringung und Integration der Flüchtlinge wird er bis 2017 rund 50 Milliarden Euro ausgeben, prognostiziert das IW Köln. Die Zahl der Erwerbstätigen steigt in dieser Zeit auf einen neuen Rekordwert von 43,8 Millionen. Einzig aufgrund des Flüchtlingszustroms wird sich die Arbeitslosenquote zugleich leicht auf 6½ Prozent erhöhen.

Dennoch verdüstern sich die wirtschaftlichen Aussichten, warnen die IW-Forscher: Der traditionell starke deutsche Export schwächelt – unter anderem aufgrund der unsicheren Lage in vielen Schwellenländern. Zudem steigen die Lohnstückkosten in der Industrie, damit nimmt die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen ab. Insgesamt werden die deutschen Exporte 2016 nur um 2¼ Prozent zulegen, deutlich weniger als in den Vorjahren. Laut IW-Konjunkturumfrage erwarten lediglich 27 Prozent der befragten Firmen steigende Ausfuhren in diesem Jahr, 15 Prozent rechnen mit einem Rückgang. Auch im kommenden Jahr springt der Exportmotor nicht richtig an. Zudem dürften sich die positiven Effekte wie der niedrige Ölpreis abschwächen. Dadurch sinkt das Wirtschaftswachstum 2017 auf gut 1¼ Prozent.

Um die Wirtschaft zu stärken, raten die IW-Konjunkturforscher der Politik zur Vorsicht. Industrie und Bürger dürfen nicht noch weiter finanziell belastet werden, für teure Wahlgeschenke wie die Lebensleistungsrente gibt es keinen Spielraum. Die öffentlichen Haushalte dürfen zudem keine neuen Schulden machen. „Die komfortable Budgetsituation könnte schneller vorbei sein, als viele denken, sollten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtern“, sagt IW-Direktor Michael Hüther.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Privater Konsum weiter auf Erholungskurs
Hubertus Bardt / Michael Grömling Pressemitteilung 12. Oktober 2021

Verbrauchervertrauen: Privater Konsum weiter auf Erholungskurs

Schon im vergangenen Quartal hat sich die Kauflaune der Deutschen vom Corona-Tief erholt. Jetzt zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), dass das Verbrauchervertrauen weiter ansteigt. Günstige Kaufgelegenheiten, eine stabile ...

IW

Artikel lesen
Hubertus Bardt / Michael Grömling / Ilaria Maselli IW-Kurzbericht Nr. 76 12. Oktober 2021

Verbrauchervertrauen in Deutschland steigt weiter

Der Private Konsum in Deutschland ist und bleibt auf Erholungskurs. Die Konsumausfälle vom letzten Jahr werden zwar im Jahr 2021 nicht ausgebügelt, das TCB-IW-Verbrauchervertrauen ist aber auch im dritten Quartal 2021 weiter angestiegen und signalisiert ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880