1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Gastronomie und Tourismus: Wo die meisten Fachkräfte fehlen
Zeige Bild in Lightbox
(© Foto: iStock)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Anika Jansen / Paula Risius IW-Nachricht 17. August 2022

Gastronomie und Tourismus: Wo die meisten Fachkräfte fehlen

Geschlossene Restaurants und Hotels, abgesagte Urlaubsflüge: Im Tourismus und in der Gastronomie macht sich der Fachkräftemangel stark bemerkbar. Eine neue Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, in welchen Regionen die Engpässe am größten sind.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Der Personalmangel in der Gastronomie und im Tourismus ist allgegenwärtig. Die Zahl der offenen Stellen, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden könnten, lag im Juni 2022 bei rund 7.600. Ein Grund: Viele ehemalige Beschäftige sind während der Lockdowns in andere Berufe, etwa den Einzelhandel, abgewandert. Das hat eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft kürzlich ergeben. Doch nicht alle Regionen in Deutschland sind gleichermaßen vom Fachkräftemangel betroffen, wie nun eine neue IW-Auswertung zeigt. 

NRW und Großstädte haben am wenigsten Probleme

Für Gastronomiebetriebe in Mecklenburg-Vorpommern gestaltet sich die Suche nach geeignetem Personal momentan am schwierigsten: Die Stellenüberhangquote, also der Anteil der nicht zu besetzenden Stellen, ist dort mit knapp 60 Prozent am höchsten. Anders ausgedrückt: Für mehr als jede zweite Stellenanzeige gibt es keine passende Arbeitskraft. Auch in Sachsen, im Saarland und in Sachsen-Anhalt ist die Situation angespannt. Der traurige Spitzenreiter liegt aber in Bayern. In Würzburg können 83,6 Prozent der offenen Stellen nicht besetzt werden. Anders sieht es etwa in Köln aus: Rein rechnerisch findet hier jedes Restaurant, das einen neuen Kellner oder eine neue Kellnerin sucht, einen passenden qualifizierten Arbeitslosen. Wie hoch die Stellenüberhangquote in den Regionen Deutschlands ist, zeigt unsere interaktive Karte. 

Deutschland braucht Zuwanderung und bessere Kinderbetreuung

In den vergangenen Wochen wurde oftmals gefordert, dass die Gastronomie und die Tourismusbranche bessere Arbeitsbedingungen bieten müssen, um Fachkräfte zurückzugewinnen. Doch das ist nur ein kleiner Teil der Lösung. „Aufgrund des demographischen Wandels werden wir in den nächsten Jahren insgesamt weniger Arbeitskräfte haben“, sagt IW-Fachkräfteexpertin Paula Risius. „Ohne Zuwanderung und bessere Rahmenbedingungen wie eine ausreichende Kinderbetreuung wird Deutschland das Problem kaum bewältigen können.“
 

Inhaltselement mit der ID 11048

Wo Fachkräfte in Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufen fehlen

Insbesondere im Südosten Deutschlands fehlen zahlreiche Fachkräfte in der Gastronomie und im Beherbergungsgewerbe. Unsere interaktive Grafik zeigt die Stellenüberhangquote, also den Anteil der offenen Stellen, für die es keine passend qualifizierten Arbeitskräfte gibt.

Inhaltselement mit der ID 11045
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Wie die Ampel Unternehmen jetzt steuerlich stützen sollte
Tobias Hentze / Michael Hüther in der FAZ Gastbeitrag 25. September 2022

Wie die Ampel Unternehmen jetzt steuerlich stützen sollte

Die Wirtschaftspolitik steht angesichts der rasant steigenden Energiepreise vor krisenhaften Herausforderungen, schreiben IW-Steuerexperte Tobias Hentze und IW-Direktor Michael Hüther in einem Gastbeitrag für die FAZ.

IW

Artikel lesen
Rabea Dellkamm / Kathrin Möckel / Holger Schäfer / Oliver Stettes IW-Report Nr. 47 9. September 2022

Wie gut passen Bewerber und Stellen zusammen?

Die empirische Arbeitsmarktforschung ist derzeit nur eingeschränkt in der Lage, die Qualität der Ausgleichprozesse am Arbeitsmarkt anhand der Merkmale der neu zustande gekommenen Beschäftigungsverhältnisse zu beschreiben.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880