1. Home
  2. Themen
  3. Verteilung und öffentliche Finanzen
  4. Armut
Inhaltselement mit der ID 18

Armut

Armut wird relativ gemessen, denn es wird berechnet, wie jemand im Verhältnis zu anderen steht. Eine Person gilt in Deutschland dann als arm, wenn sie über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verfügt. Das ist auch die Definition der Armutsgrenze in Deutschland. Aus der Definition der relativen Armut folgt: Wenn alle Einkommen steigen, die der Reichen jedoch stärker als die der Armen, dann nimmt die Armut zu, obwohl die Armen mehr haben als zuvor. Armut ist auch in anderer Hinsicht relativ: Jemand, der in einem Land als arm gilt, zählt in einem anderen Land womöglich zu den Wohlhabenden. Obwohl das Wohlstandsniveau in Deutschland höher liegt als in den meisten anderen Staaten Europas, liegt der Anteil der Armen unter dem europäischen Durchschnitt. Der Grund findet sich in den staatlichen Transferleistungen: Mit der Sozialhilfe, der Grundsicherung im Alter und dem Arbeitslosengeld II hat Deutschland wirksame Instrumente, um materielle Armut zu vermeiden. Außerdem wird politisch darüber gestritten, den Mindestlohn aktiver als Instrument zur Bekämpfung von Armut zu nutzen.  

Über das Thema

Der soziale Aufstieg kann jedoch nur gelingen, wenn die Betroffenen einen Job finden. Dies fällt in Deutschland vor allem Alleinerziehenden und Migranten schwer. Damit mehr Menschen ohne staatliche Hilfe auskommen, muss sich zum einen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern, und zum anderen muss die Aufnahme einer Beschäftigung lohnender werden. Geringverdiener, die ergänzend Arbeitslosengeld II beziehen, sollten deshalb mehr von ihrem Hinzuverdienst behalten dürfen.

Artikel lesen
Wohlstand für alle? Inklusives Einkommenswachstum vor Corona
Maximilian Stockhausen / Kai Maiworm IW-Report Nr. 36 25. September 2021

IW-Verteilungsreport 2021: Wohlstand für alle? Inklusives Einkommenswachstum vor Corona

Im Lichte der Bundestagswahl widmet sich der IW-Verteilungsreport 2021 der Frage, ob die besonders in Wahlkampfzeiten oft bemühte Behauptung einer sich weiter öffnenden Einkommensschere zwischen Arm und Reich der Faktenlage standhält. Dazu wird neben der Entwicklung der Primärverteilung insbesondere die Entwicklung der jährlichen Arbeitseinkommen seit der ...

IW

Artikel lesen
Wohlstand für alle?
Maximilian Stockhausen / Kai Maiworm Pressemitteilung 25. September 2021

Wohlstand für alle?

Im Wahlkampf behaupten Politiker gerne, die Armen würden immer ärmer, die Reichen immer reicher. Tatsächlich ist die Verteilung aber seit Jahren stabil, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW): In den Jahren vor der Corona-Pandemie ...

IW

Artikel lesen
Zerrbild der Realität
Christoph Schröder / Maximilian Stockhausen IW-Nachricht 10. März 2021

Sozialbericht: Zerrbild der Realität

Das Statistische Bundesamt hat heute den Datenreport 2021 – den Sozialbericht für Deutschland – vorgestellt. Die Pressemitteilung zeichnet ein düsteres Bild: Die Armutsgefährdung habe sich verfestigt, benachteiligte Gruppen könnten durch die Corona-Pandemie ...

IW

Artikel lesen
Alte Menschen nicht häufiger von Armut bedroht als Durchschnitt
Maximilian Stockhausen / Jochen Pimpertz IW-Nachricht 30. September 2020

Armutsgefährdung: Alte Menschen nicht häufiger von Armut bedroht als Durchschnitt

Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass die Armutsgefährdung der Bevölkerung leicht zugenommen hat. Doch entgegen der landläufigen Meinung sind über 64-Jährige nicht häufiger betroffen.

IW

Unsere Experten

Person ansehen
Judith Niehues

Dr. Judith Niehues

Leiterin der Forschungsgruppe Mikrodaten und Methodenentwicklung

Tel: 0221 4981-768
Person ansehen
Christoph Schröder

Christoph Schröder

Senior Researcher für Einkommenspolitik, Arbeitszeiten und -kosten

Tel: 0221 4981-773
Inhaltselement mit der ID 8793

Alle Beiträge

146 Ergebnisse
Studie lesen
Wohlstand für alle? Inklusives Einkommenswachstum vor Corona
IW-Report Nr. 36 25. September 2021

IW-Verteilungsreport 2021: Wohlstand für alle? Inklusives Einkommenswachstum vor Corona

Maximilian Stockhausen / Kai Maiworm

Im Lichte der Bundestagswahl widmet sich der IW-Verteilungsreport 2021 der Frage, ob die besonders in Wahlkampfzeiten oft bemühte Behauptung einer sich weiter öffnenden Einkommensschere zwischen Arm und Reich der Faktenlage standhält. Dazu wird neben der Entwicklung der Primärverteilung insbesondere die Entwicklung der jährlichen Arbeitseinkommen seit der Wiedervereinigung betrachtet.

IW

Artikel lesen
Wohlstand für alle?
Maximilian Stockhausen / Kai Maiworm Pressemitteilung 25. September 2021

Wohlstand für alle?

Im Wahlkampf behaupten Politiker gerne, die Armen würden immer ärmer, die Reichen immer reicher. Tatsächlich ist die Verteilung aber seit Jahren stabil, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW): In den Jahren vor der Corona-Pandemie haben ärmere Haushalte besonders stark vom Einkommenswachstum profitiert.

IW

Artikel lesen
Zerrbild der Realität
Christoph Schröder / Maximilian Stockhausen IW-Nachricht 10. März 2021

Sozialbericht: Zerrbild der Realität

Das Statistische Bundesamt hat heute den Datenreport 2021 – den Sozialbericht für Deutschland – vorgestellt. Die Pressemitteilung zeichnet ein düsteres Bild: Die Armutsgefährdung habe sich verfestigt, benachteiligte Gruppen könnten durch die Corona-Pandemie weiter zurückfallen, nur jeder Zweite empfinde den eigenen Bruttolohn als gerecht. Ein Zerrbild – denn der Bericht selbst zeigt auch viele positive Trends auf.

IW

Artikel lesen
Alte Menschen nicht häufiger von Armut bedroht als Durchschnitt
Maximilian Stockhausen / Jochen Pimpertz IW-Nachricht 30. September 2020

Armutsgefährdung: Alte Menschen nicht häufiger von Armut bedroht als Durchschnitt

Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass die Armutsgefährdung der Bevölkerung leicht zugenommen hat. Doch entgegen der landläufigen Meinung sind über 64-Jährige nicht häufiger betroffen.

IW

Artikel lesen
„Knapp 10 Prozent armutsgefährdete Rentner – das sind 1,75 Millionen Menschen“
Interview iwd 31. August 2020

„Knapp 10 Prozent armutsgefährdete Rentner – das sind 1,75 Millionen Menschen“

Am Institut der deutschen Wirtschaft forschen Judith Niehues und Maximilian Stockhausen zur Verteilung der Einkommen und Vermögen. In ihrer jüngsten Studie haben sie nun die beiden Wohlstandsindikatoren kombiniert. Der iwd sprach mit den Ökonomen über die Ergebnisse der Analyse und die Frage, welche Altersgruppe am schlechtesten dasteht.

iwd

Inhaltselement mit der ID 8880