Freihandelsabkommen Image
Frachtschiff im Hafen von Rotterdam, dem größten Seehafen Europas. Foto: Serbek/iStock

NAFTA, EFTA und Mercosur: Wenn zwei oder mehr Länder ihren Warenhandel liberalisieren wollen, tun sie dies meist, indem sie Zölle, Importquoten und Exportbeschränkungen senken oder abschaffen. Außerdem lässt sich der Handel forcieren, indem die beteiligten Länder in bestimmten Bereichen die Produktstandards des Handelspartners anerkennen, so wie es beispielsweise im Rahmen des geplanten europäisch-amerikanischen Abkommen TTIP geplant ist. Die Verhandlungen führen in der Regel Vertreter der beteiligten Regierungen (im Fall der EU Vertreter der Kommission), und die Parlamente ratifizieren nach Abschluss der Verhandlungen das gesamte Vertragswerk.

Freihandelsabkommen sind ein erster Schritt zu mehr wirtschaftlicher Integration. Dadurch können die beteiligten Länder sich auf bestimmte Produktpaletten spezialisieren, und die Verbraucher bekommen in der Regel eine größere Warenvielfalt zu niedrigeren Preisen. Freihandelsabkommen können jedoch nicht beteiligten Ländern schaden, wenn deren Exportprodukte vom Markt verdrängt werden. Daher sind multilaterale Vereinbarungen vorzuziehen, bei denen Handelsbarrieren von einer großen Anzahl Länder, etwa im Rahmen der WTO, gesenkt oder abgeschafft werden.

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Pressemitteilung, 24. August 2017

Berthold Busch Brexit gefährdet Lieferketten Arrow

Ein harter Brexit würde die Wirtschaft auf beiden Seiten des Kanals stark treffen, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Vor allem die weit verzweigten Lieferketten deutscher Schlüsselindustrien könnten leiden. mehr

Gastbeitrag, 25. Juli 2017

Hubertus Bardt im Handelsblatt Der Freihandel ist ein rotes TuchArrow

Beim Freihandel treffen sich linke mit rechten Positionen. Doch schädliche politische Konzepte werden auch durch die schönste ideologische Einordnung nicht überzeugend, schreibt IW-Wissenschaftsleiter Hubertus Bardt in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt. mehr