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Kein ausgeglichenes Spiel mehr: Der demografische Wandel belastet den Generationenvertrag. Foto: Shapecharge/iStock

Heute kommen auf 100 Beitragszahler gut 60 Rentner; im Jahr 2030 dürften es bereits 100 sein. Das bedeutet: Ein Beitragszahler muss im Durchschnitt einen Rentner finanzieren. Die Beitragssätze müssten deshalb steigen – oder die Empfänger weniger Geld beziehen.

Damit nicht allein die Beitragszahler die niedrigen Geburtenraten und eine längere Lebenserwartung ausgleichen müssen, sind die Lasten der Alterssicherung zunächst mit der Rentenreform 1997 und danach über weiteren Anpassungen neu verteilt worden. Dazu gehören die Riester-Rente, der Nachhaltigkeitsfaktor in der Rentenformel, mit dem der demografische Wandel berücksichtigt wird, und – seit dem Jahr 2012 – die Rente mit 67. Die Mütterrente und die abschlagfreie Rente mit 63 Jahren für langjährige Versicherte werden die Rentenkasse jedoch wieder stärker belasten.

Generell gilt: Damit künftige Generationen nicht immer größere Lasten schultern müssen und gleichzeitig die Versorgung im Ruhestand gesichert bleibt, müssen sich die Alterseinkommen verstärkt auch aus betrieblicher und privater Vorsorge speisen.

Ansprechpartner

Be careful with benchmarking in pension policy
IW-Nachricht, 17. März 2017

Pension Systems Be careful with benchmarking in pension policyArrow

The Eurogroup will look into the possibility of introducing benchmarking in pension policy. Most European pension systems face a similar demographic challenge. Yet, they differ in many aspects. If this is not taken into account, a benchmarking process is likely to fail its purpose. mehr

14. März 2017

Sozialpolitik Agenda 2010 – die Reformen in der gesetzlichen RentenversicherungArrow

Die Agenda 2010 verbinden heute viele Menschen hauptsächlich mit „Hartz IV“. Dabei hat die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder ab dem Jahr 2003 nicht nur auf dem Arbeitsmarkt Reformen angestoßen. Auch in der Rentenversicherung gab es zahlreiche Neuerungen, von denen das IW Köln die wichtigsten auflistet und bewertet hat. mehr auf iwd.de

IW policy paper, 14. März 2017

Jochen Pimpertz Kosten der schwarz-roten Rentenpolitik – eine HeuristikArrow

Die Bundestagswahl 2017 wirft ihre Schatten voraus. Das kommt auch in den unterschiedlichen Argumenten zur gesetzlichen Rentenversicherung zum Ausdruck, die die Vertreter der verschiedenen Parteien und Interessengruppen derzeit in den Medien vortragen. Jochen Pimpertz hat drei aktuelle Fragen zur schwarz-roten Rentenpolitik aufgegriffen. mehr