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Wido Geis-Thöne / Ruth Maria Schüler IW-Trends Nr. 2 18. Juni 2019 Lebenslagen und Kompetenzentwicklung von Grundschulkindern

Die Entwicklung von Kindern wird sehr stark davon beeinflusst, in welchen Lebenslagen sie aufwachsen. Es ist jedoch nicht klar, welche Faktoren dabei eine Rolle spielen. Vor diesem Hintergrund wird im vorliegenden Beitrag ein breites Spektrum an Indikatoren zur Familienkonstellation und zur Zeit der Eltern mit ihren Kindern, zum sozioökonomischen Hintergrund sowie zur Freizeitgestaltung der Kinder in den Blick genommen.

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Lebenslagen und Kompetenzentwicklung von Grundschulkindern
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Die Entwicklung von Kindern wird sehr stark davon beeinflusst, in welchen Lebenslagen sie aufwachsen. Es ist jedoch nicht klar, welche Faktoren dabei eine Rolle spielen. Vor diesem Hintergrund wird im vorliegenden Beitrag ein breites Spektrum an Indikatoren zur Familienkonstellation und zur Zeit der Eltern mit ihren Kindern, zum sozioökonomischen Hintergrund sowie zur Freizeitgestaltung der Kinder in den Blick genommen.

In multivariaten Analysen wird ihr Zusammenhang mit den Ergebnissen von Kompetenztests in Mathematik und Deutsch sowie den Lehrereinschätzungen zu sozialen Fertigkeiten und Konzentrationsfähigkeit ermittelt. Die Datenbasis bilden Angaben von und zu Viertklässlern im Rahmen des Nationalen Bildungspanels. Die Ergebnisse zeigen, dass sportliche und musische Aktivitäten mit dem Leistungsstand der Kinder in Deutsch und Mathematik positiv einhergehen. Genauso steht ein maßvolles Mediennutzungsverhalten mit bis zu zwei Stunden Medienkonsum am Tag in einem positiven Zusammenhang mit den sozialen Fertigkeiten und der Konzentrationsfähigkeit. Insgesamt treten andere Bereiche wie die Familienform, die Erwerbskonstellation der Eltern oder ein Migrationshintergrund gegenüber der Freizeitgestaltung in den Hintergrund, wenn man verschiedene Aspekte der Lebenslagen der Kinder gleichzeitig in den Blick nimmt. In Anbetracht der Tatsache, dass die institutionelle Betreuung immer weiter ausgebaut wird, lässt sich für die Politik die Empfehlung ableiten, Ganztagsschulen so zu institutionalisieren und auszustatten, dass sie den Kindern eine möglichst entwicklungsfördernde Freizeitgestaltung bieten.

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