1. Home
  2. Studien
  3. Digitale Kompetenzen in der Altenpflege
IW-Trends Nr. 4 29. Dezember 2022 Susanne Seyda / Sarah Pierenkemper / Denise Becka / Elena Cramer / Jessica Kemper Digitale Kompetenzen in der Altenpflege

Digitale Kompetenzen gewinnen in der Altenpflege an Bedeutung. Eine zentrale Rolle für digital gestützte Pflegearbeit spielen Bedienerkompetenzen, zum Beispiel die Anwendung fachspezifischer Software, Wissen zu Datenschutz und -sicherheit sowie Kompetenzen für digital gestütztes Lernen.

PDF herunterladen
Digitale Kompetenzen in der Altenpflege
IW-Trends Nr. 4 29. Dezember 2022 Susanne Seyda / Sarah Pierenkemper / Denise Becka / Elena Cramer / Jessica Kemper

Digitale Kompetenzen in der Altenpflege

Susanne Seyda / Sarah Pierenkemper / Denise Becka / Elena Cramer / Jessica Kemper Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Digitale Kompetenzen gewinnen in der Altenpflege an Bedeutung. Eine zentrale Rolle für digital gestützte Pflegearbeit spielen Bedienerkompetenzen, zum Beispiel die Anwendung fachspezifischer Software, Wissen zu Datenschutz und -sicherheit sowie Kompetenzen für digital gestütztes Lernen.

Prozesse der Digitalisierung in der Altenpflege sind jedoch keine Selbstläufer. Es zeigt sich, dass überwiegend die Bereiche der Verwaltung und Dokumentation digitalisiert sind, während die Pflege am Menschen seltener digital gestützt erfolgt. Die Befunde deuten darauf hin, dass die Rolle, die die Digitalisierung für das pflegeberufliche Selbstverständnis spielt, noch unklar ist: Einerseits stehen die Beschäftigten digitaler Technik offen und aufgeschlossen gegenüber, andererseits kennzeichnen Ängste vor potenziellen Konsequenzen und Überforderung die aktuelle Situation. Viele Pflegeeinrichtungen sind bereits aktiv geworden und bieten eigene Qualifizierungsangebote, wobei sowohl Kompetenzen für digital gestützte Arbeitsprozesse als auch digitale Tools für Qualifizierungsmaßnahmen adressiert werden. Als erfolgversprechendes Konzept hat sich informelles, arbeitsplatznahes Lernen erwiesen, bei dem konkrete Ansprechpartner zur Verfügung stehen und das durch Multiplikatoren begleitet wird. Damit digitale Techniken erfolgreich in die Arbeitsgestaltung einbezogen und im Arbeitsalltag implementiert werden können, braucht es die Partizipation der Mitarbeitenden. Hier spielen Führungskräfte eine wichtige Rolle, die eigene spezifische (digitale) Kompetenzen benötigen, um eine Vorbildrolle einzunehmen und Partizipationsstrategien zu entwickeln und umzusetzen.

Inhaltselement mit der ID 11719
Inhaltselement mit der ID 11720

Die Daten wurden im Rahmen des Projekts „Digitalisierung und Arbeitsgestaltung in der Altenpflege – Potenziale und Strategien für ‚gute‘ Arbeitsinnovationen in der betrieblichen Praxis” (Pflege.Digital. NRW) erhoben, welches durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird. Weitere Ergebnisse des Projekts finden sich auf der Homepage.

PDF herunterladen
Digitale Kompetenzen in der Altenpflege
IW-Trends Nr. 4 29. Dezember 2022 Susanne Seyda / Sarah Pierenkemper / Denise Becka / Elena Cramer / Jessica Kemper

Digitale Kompetenzen in der Altenpflege

Susanne Seyda / Sarah Pierenkemper / Denise Becka / Elena Cramer / Jessica Kemper Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Ehrlichkeit im Ländervergleich: Der Honesty-Attitude-Behavior-Gap
IW-Trends Nr. 3 29. September 2026 Dominik Enste / Jennifer Potthoff / Augustin Renz

Ehrlichkeit im Ländervergleich: Der Honesty-Attitude-Behavior-Gap

Ehrlichkeit senkt Transaktionskosten und ist damit eine Voraussetzung funktionierender wirtschaftlicher Zusammenarbeit. Bisher wurden ehrliche Einstellungen und ehrliches Verhalten überwiegend getrennt untersucht.

Dominik Enste / Jennifer Potthoff / Augustin Renz IW

Artikel lesen
IW-Trends Nr. 3 17. September 2026 Holger Pfaff* et al.

Soziale Infrastruktur, Kapazitäten und Handlungsfähigkeit von Unternehmen in Deutschland

Der Artikel untersucht die Grundlagen organisationaler Handlungsfähigkeit von Unternehmen auf Basis des AGIL-Modells.

Holger Pfaff* / Susanne Seyda / Thomas Schleiermacher / Jennifer Potthoff / Julia Traue* / Carsten Rusniok* IW

Inhaltselement mit der ID 8880