1. Home
  2. Studien
  3. Britische Konjunktur im Spiegel der IW-Konjunkturampel
IW-Report Nr. 50 5. Oktober 2023 Michael Grömling / Michelle Koenen Britische Konjunktur im Spiegel der IW-Konjunkturampel

Die wirtschaftliche Entwicklung im Vereinigten Königreich ist gekennzeichnet von einer Vielzahl von Umbrüchen. Die Brexit-Entscheidung im Jahr 2016 und der EU-Austritt im Jahr 2020 führten zu Unsicherheiten besonders beim Außenhandel, den Investitionen und am Arbeitsmarkt.

PDF herunterladen
Britische Konjunktur im Spiegel der IW-Konjunkturampel
IW-Report Nr. 50 5. Oktober 2023 Michael Grömling / Michelle Koenen

Britische Konjunktur im Spiegel der IW-Konjunkturampel

Michael Grömling / Michelle Koenen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die wirtschaftliche Entwicklung im Vereinigten Königreich ist gekennzeichnet von einer Vielzahl von Umbrüchen. Die Brexit-Entscheidung im Jahr 2016 und der EU-Austritt im Jahr 2020 führten zu Unsicherheiten besonders beim Außenhandel, den Investitionen und am Arbeitsmarkt.

Zeitgleich sah sich die britische Wirtschaft mit der Corona-Pandemie und den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine konfrontiert. Die spezifischen Folgen dieser einzelnen Krisen sind aufgrund der zeitlichen Überlappungen nicht voneinander abzugrenzen. Offensichtlich treffen diese multiplen Belastungen die britische Wirtschaft jedoch härter als den Euroraum.

Die Lage und Entwicklung der britischen Wirtschaft können mit der IW-Konjunkturampel nachgezeichnet werden. Dabei werden die Veränderungen wichtiger Konjunkturindikatoren monatlich und im Zeitverlauf durch die Struktur der einzelnen Ampelfelder dargestellt. Die IW-Konjunkturampel umfasst wichtige Indikatoren aus den Bereichen Produktion, Beschäftigung und Nachfrage, die seit 2015 für Deutschland, den Euroraum, die USA und China in einer übersichtlichen Darstellungsweise aufbereitet werden. Ziel ist es, ein Gesamtbild der konjunkturellen Entwicklung zu geben, ohne dabei die Nachteile eines aggregierten Indikators hinnehmen zu müssen. Bei der Interpretation muss beachtet werden, dass die jeweiligen Monatswerte der IW-Konjunkturampel die wirtschaftlichen Daten für unterschiedlich weit zurückliegende Monate repräsentieren. Die Ampel spiegelt lediglich den Stand der am aktuellen Rand verfügbaren Konjunkturinformationen wider und nicht die tatsächliche Lage zu diesem Zeitpunkt. Diese Erkenntnisverzögerungen sind generell bei der Konjunkturdiagnose zum Teil unvermeidbar.

In dem vorliegenden Beitrag wird erstmals das Vereinigte Königreich in die etablierte IW-Konjunkturampel aufgenommen. Damit kann die spezifische Lage im Vereinigten Königreich auf Basis der ausgewählten und verfügbaren Indikatoren diagnostiziert und mit der Situation in den anderen erfassten Volkswirtschaften verglichen werden. Für das Vereinigte Königreich liegen neun der ansonsten verwendeten zehn Indikatoren vor. Die Aussagekraft der IW-Konjunkturampel für die britische Wirtschaft wird anhand des Verlaufs des realen Bruttoinlandsprodukts evaluiert. Außerdem wird die Entwicklung mit dem Euroraum verglichen. Es zeigt sich, dass die IW-Konjunkturampel die Richtung der Konjunktur und ihre Wendepunkte nachzeichnen kann. Damit stellt sie ein geeignetes Analysewerkzeug zur Erfassung und Beschreibung der konjunkturellen Dynamik im Vereinigten Königreich dar.

PDF herunterladen
Britische Konjunktur im Spiegel der IW-Konjunkturampel
IW-Report Nr. 50 5. Oktober 2023 Michael Grömling / Michelle Koenen

Britische Konjunktur im Spiegel der IW-Konjunkturampel

Michael Grömling / Michelle Koenen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Die EU erneuert den Emissionshandel und sollte dabei auch auf energieintensive Branchen achten, die neben der Klimatransformation auch mit Geopolitik zu kämpfen haben.
Pressemitteilung 15. Juli 2026 Thilo Schaefer / Andreas Fischer / Malte Küper

Emissionshandel: Klimaziele sichern, Standort schützen

Die EU will den Emissionshandel neu aufstellen. Doch auch mit der Reform bleibt die Industrie in einer prekären Lage. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Öko-Instituts zeigt, wie sich die Klimaziele erreichen lassen, ohne die Industrie aus Europa zu vertreiben.

Thilo Schaefer / Andreas Fischer / Malte Küper IW

Artikel lesen
IW-Policy Paper Nr. 7 13. Juli 2026 Jürgen Matthes

Free and Fair Trade Club to build Middle Power Weight

This paper proposes that the EU should build a cooperation platform together with the CPTPP (Comprehensive and Progressive Agreement for Trans-Pacific Partnership).

Jürgen Matthes IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880