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Markus Demary / Adriana Neligan in Wirtschaftspolitische Blätter Externe Veröffentlichung 28. Januar 2020 Green Bonds: Nachhaltige Finanzierung erfolgreich gestalten

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen mit ihrer umfangreichen Sammlung an nachhaltigen Entwicklungszielen ist ein globales Abkommen mit einem umfassenden Aktionsplan, der alle Länder und Interessensgruppen inkludiert. Unternehmen nehmen hier eine Schlüsselrolle für die Erreichung der Ziele ein. Die Europäische Union (EU) hat ambitionierte Klima- und Energieziele definiert, die sie durch Einbeziehung des Finanzsystems in den Klimaschutz erreichen möchte. Ein Markt für grüne Anleihen ist ein Bestandteil dieser Strategie.

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Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen mit ihrer umfangreichen Sammlung an nachhaltigen Entwicklungszielen ist ein globales Abkommen mit einem umfassenden Aktionsplan, der alle Länder und Interessensgruppen inkludiert. Unternehmen nehmen hier eine Schlüsselrolle für die Erreichung der Ziele ein. Die Europäische Union (EU) hat ambitionierte Klima- und Energieziele definiert, die sie durch Einbeziehung des Finanzsystems in den Klimaschutz erreichen möchte. Ein Markt für grüne Anleihen ist ein Bestandteil dieser Strategie.

Die Europäische Union unternimmt erhebliche Anstrengungen, um bei der nachhaltigen Finanzierung führend zu sein. Unserer Meinung nach ist das Rahmenwerk hierfür unausgewogen; dieses betont zu stark die Sicht der Investoren und weniger die der Emittenten. Das Rahmenwerk berücksichtigt weder angemessen den Beitrag der Vorleistungsgüterproduzenten zu grünen Endprodukten noch den Beitrag von Investitionen zur CO2-Reduktion. Dies hat zur Folge, dass die Finanzierungskosten dieser Unternehmen steigen könnten. Unsere erste Empfehlung ist, den Fokus weg von einzelnen grünen Produkten hin zu grünen Wertschöpfungsketten zu verlagern. Dieser Ansatz würde es Vorleistungsgüterproduzenten ermöglichen, grüne Anleihen auszugeben, wenn sie zu grünen Endprodukten beitragen. Unsere zweite Empfehlung ist, dass Unternehmen zumindest teilweise grüne Anleihen ausgeben dürfen, wenn sie in Technologien investieren, die ihre CO2-Emissionen deutlich reduzieren.

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