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IW-Trends Nr. 4 29. Dezember 2023 Helena Bach/Andrea Hammermann Zahlen tarifgebundene Unternehmen besser?: Eine Analyse der Verdienste tarifgebundener und ungebundener Beschäftigter auf Basis des SOEP

In der Debatte um die erodierende Tarifbindung wird häufig darauf verwiesen, wie wichtig Tarifverträge sind, um Beschäftigten hohe Gehälter zu sichern.

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Eine Analyse der Verdienste tarifgebundener und ungebundener Beschäftigter auf Basis des SOEP
IW-Trends Nr. 4 29. Dezember 2023 Helena Bach/Andrea Hammermann

Zahlen tarifgebundene Unternehmen besser?: Eine Analyse der Verdienste tarifgebundener und ungebundener Beschäftigter auf Basis des SOEP

Helena Bach/Andrea Hammermann Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

In der Debatte um die erodierende Tarifbindung wird häufig darauf verwiesen, wie wichtig Tarifverträge sind, um Beschäftigten hohe Gehälter zu sichern.

Dabei wird auf Lohnunterschiede von über 20 Prozent zwischen Beschäftigten, die nach Tarif bezahlt werden und jenen ohne Tariflohn, verwiesen. Diese sogenannte Tariflohnlücke ist jedoch zu einem großen Anteil auf strukturelle Unterschiede zwischen Unternehmen mit und ohne Tarifvertrag zurückzuführen. Darüber hinaus ist relevant, ob Beschäftigte in tarifgebundenen Unternehmen auch nach Tarif bezahlt oder außertariflich entlohnt werden. Diese Abgrenzung kann in der Mehrheit der Studien, die auf Unternehmensdaten beruhen, nicht berücksichtigt werden. Die vorliegende empirische Analyse auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels signalisiert, dass die sogenannte unbereinigte Tariflohnlücke auf Personenebene für das Jahr 2019 nur rund 9 Prozent beträgt. Über 40 Prozent davon können auf personen-, arbeitsplatz- und unternehmensbezogene Merkmalsunterschiede zurückgeführt werden. Die bereinigte Tariflohnlücke bewegt sich damit bei 5,2 Prozent. Eine Dekompositionsanalyse zeigt, dass insbesondere Strukturunterschiede hinsichtlich der Unternehmensgröße, des Vorhandenseins eines Betriebsrats und der Betriebszugehörigkeitsdauer der Beschäftigten die Lohnlücke treiben.

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IW-Trends Nr. 4 29. Dezember 2023 Helena Bach/Andrea Hammermann

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Helena Bach/Andrea Hammermann Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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