In der Studie werden insgesamt 10.958 Stellenanzeigen in für KI relevanten Berufen genauer untersucht, die Unternehmen im ersten Quartal 2020 ausgeschrieben haben.

KI-Kompetenzen gehen aus Unternehmenssicht oftmals mit einem Studienabschluss einher: Wird in den Stellenanzeigen ein Abschluss gefordert, ist in 96 Prozent ein Studium erwünscht. Fachlich zeigt sich bei den Unternehmen eine klare Tendenz zu MINT-Fachrichtungen: Allein in knapp 60 Prozent der Stellenanzeigen mit geforderter Fachrichtung werden Studienabsolvierende aus dem Informatik-Bereich gesucht.

Inhaltlich werden nicht nur Programmiersprachen wie Python (35 Prozent) abverlangt. Optimale Bewerbende müssen neben Programmierkenntnissen auch ein tiefgreifendes Verständnis von KI-Konzepten wie Machine Learning (31 Prozent) oder Big Data (25 Prozent) vorweisen.  Dabei sollten sie ihre theoretisch angeeigneten Fähigkeiten auch bereits angewendet und im Berufsleben unter Beweis gestellt haben. In knapp 80 Prozent der Stellenanzeigen mit einer Angabe zur Berufserfahrung wird mehrjährige Berufserfahrung gefordert.

Die Analyse der KI-Bedarfe der Wirtschaft wird in den kommenden Jahren mit unterschiedlichen Schwerpunkten fortgeführt. Die nächsten Ergebnisse werden im Frühjahr 2022 vorliegen. Das Projekt „Messung des Digitalisierungsgrades der deutschen Wirtschaft“ wird von einem Projektkonsortium, bestehend aus dem ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH Mannheim (Konsortialführer), dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V., dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH, dem Forschungsinstitut für Rationalisierung e.V. an der RWTH Aachen und dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e.V. durchgeführt.