MINT-Kräfte haben eine zentrale Bedeutung für die Innovationskraft in Deutschland. Sowohl Unternehmensbefragungen zur Bedeutung einzelner Größen für die Innovationskraft als auch Branchenanalysen zeigen, dass MINT-Erwerbstätigkeit und Innovationsstärke miteinander eng verzahnt sind. Eine besonders hohe Beschäftigungsintensität an MINT-Kräften weisen die hochinnovativen Branchen der MuE-Industrie auf, in denen im Jahr 2014 zwischen 56 Prozent (Elektroindustrie) und 68 Prozent (Technische FuE-Dienstleistungen) aller Erwerbstätigen MINT-Akademiker waren oder eine berufliche Qualifikation in einer MINT-Fachrichtung hatten. Allein die MuE-Industrie wiederum zeichnete sich im Jahr 2015 für Innovationsaufwendungen in Höhe von 95 Milliarden Euro verantwortlich und bestritt damit rund 60 Prozent der volkswirtschaftlichen Innovationsaufwendungen Deutschlands. Im Jahr 2010 betrugen die Innovationsaufwendungen der MuE-Industrie noch 66,3 Milliarden Euro, was einem Anteil von 55 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Aufwendungen entsprach. Von 2010 bis 2015 nahmen die Innovationsaufwendungen der MuE-Industrie damit um rund 43 Prozent zu. Weitere 16,3 Milliarden Euro an Innovationsausgaben stammten im Jahr 2015 aus dem Bereich Chemie/Pharma (2010: 12,9 Milliarden Euro), in dem rund 52 Prozent der Erwerbstätigen eine MINT-Qualifikation hatten.

Die Belegschaften altern

Anteil der Beschäftigten im Alter von 55 Jahren und älter an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)

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Der Anteil der mindestens 55 Jahre alten Arbeitnehmer an der Gesamtheit der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in MINT-Berufen kann als Maß für die demografische Herausforderung interpretiert werden, da dieser Personenkreis in absehbarer Zeit altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden wird und durch neue Arbeitnehmer ersetzt werden muss, um den Personalbestand zumindest aufrecht zu erhalten. Wenngleich ein hoher (und im Zeitverlauf steigender) Anteil älterer MINT-Beschäftigter – als positive Kehrseite der Medaille – auch die kontinuierlich verbesserten Arbeitsmarktchancen älterer Arbeitnehmer reflektiert, so geht er eben auch mit einer hohen demografischen Herausforderung einher. Während der Indikatorwert im Bundesdurchschnitt aktuell bei 17,6 Prozent liegt, weisen die südlichen und nördlichen Bundesländer eine deutlich geringere demografische Herausforderung auf, sämtliche östlichen Bundesländer (mit Ausnahme Berlins) bilden hingegen die Schlussgruppe. Dies schlägt sich auch in den Ergebnissen auf Kreisebene nieder. Nahezu alle ostdeutschen Kreise stehen in puncto älterer MINT-Arbeitskräfte vor einer deutlich höheren demografischen Herausforderung als ihre westdeutschen Pendants.

Gutachten für BDA, BDI, MINT Zukunft schaffen und Gesamtmetall

Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke: MINT-Frühjahrsreport 2017

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Statement

Michael Hüther: MINT-Frühjahrsreport 2017 – MINT-Bildung: Wachstum für die Wirtschaft, Chancen für den Einzelnen

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Ansprechpartner

10. Mai 2017

Christina Anger MINT macht’sArrow

Wer naturwissenschaftlich oder technisch ausgebildet ist, hat in Deutschland wesentlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als Menschen mit anderen Qualifikationen. Das gilt auch für Zuwanderer. mehr auf iwd.de

27. April 2017

Girls' Day „Lass es mich tun und ich werde es verstehen“Arrow

Heute ist Girls‘ Day. Inzwischen öffnen Unternehmen und Hochschulen schon zum 17. Mal ihre Pforten für den „Mädchen-Zukunftstag“. Ziel ist es, junge Frauen an technische und naturwissenschaftliche Berufe heranzuführen. Oliver Koppel, Bildungsökonom im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, hält den Girls‘ Day jedoch lediglich für einen ersten Schritt – erfolgversprechender seien zum Beispiel längerfristig angelegte Schülerkollegs. mehr auf iwd.de

IW-Pressemitteilung, 20. April 2017

Fachkräfteengpass Mangel ist die RegelArrow

Unternehmen finden hierzulande immer schwerer Fachkräfte: Deutschlandweit können Firmen bereits etwa jede zweite Stelle nur schwer besetzen. Dabei gibt es aber große regionale Unterschiede, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt. Unternehmen, Jugendliche und Arbeitslose müssen flexibler werden. mehr