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Cornelius Bähr / Hubertus Bardt IW-Trends Nr. 3 20. September 2021 Standort Deutschland nach der Großen Koalition: Eine Bewertung mit dem IW-Standortindex

Durch Digitalisierung und Klimaschutz entsteht ein zusätzlicher fundamentaler Erneuerungsbedarf des Kapitalstocks. Damit die dafür notwendigen Investitionen in Deutschland stattfinden, braucht es attraktive Standortbedingungen für Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen.

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Eine Bewertung mit dem IW-Standortindex
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Durch Digitalisierung und Klimaschutz entsteht ein zusätzlicher fundamentaler Erneuerungsbedarf des Kapitalstocks. Damit die dafür notwendigen Investitionen in Deutschland stattfinden, braucht es attraktive Standortbedingungen für Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen.

Im internationalen Vergleich steht der Industriestandort Deutschland gut da und liegt auf Platz 4 gemäß der aktuellen Version des IW-Standortindexes. Diese relativ gute Position findet sich jedoch nicht bei allen Kategorien der berücksichtigten Standortfaktoren. Deutliche Wettbewerbsnachteile gibt es besonders bei den Kosten. Das betrifft Arbeits- und Energiekosten sowie die Steuerbelastung. Auch mit Blick auf die digitale Infrastruktur und die bürokratischen Lasten haben Unternehmen in Deutschland deutlich schlechtere Rahmenbedingungen. Seit 2013, dem Startpunkt der aktuellen Gro­ßen Koalition, wurden die bisherigen Schwächen des Standorts Deutschland noch ausgeprägter. Deutschland ist hier weiter zurückgefallen – weil sich andere Länder verbessert haben, während hierzulande wenig Fortschritt verzeichnet werden konnte. Fehlende Verbesserungen sind gleichzusetzen mit verschlechterten Chancen auf zukünftiges Wachstum. Nach den zwei Legislaturperioden der Großen Koalition muss die Standortpolitik eine höhere Priorität bekommen. Verbesserte Investitionsbedingungen für die Industrie sind notwendig, um die Erneuerung der Industrie zu forcieren und die Arbeitsplätze der Zukunft in Deutschland zu gewährleisten.

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