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Gutachten 11. September 2026 Dirk Werner / Regina Flake / Fritz Orange / Axel Plünnecke / Franziska Arndt Schulqualität, Berufsorientierung und Ausbildungseinstieg im Saarland – Aktuelle Ergebnisse aus der Forschung und einer Unternehmensbefragung

Die eingehende Analyse im Rahmen der IW-Studie zur Situation von Schulqualität, Berufsorientierung und anschließendem Übergang in Ausbildung zeigt für das Saarland einen klaren Handlungsdruck beim Übergang von der Schule in Ausbildung und den entsprechenden Voraussetzungen der Schulabgängerinnen und Schulabgänger dafür.

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Schulqualität, Berufsorientierung und Ausbildungseinstieg im Saarland – Aktuelle Ergebnisse aus der Forschung und einer Unternehmensbefragung
Gutachten 11. September 2026 Dirk Werner / Regina Flake / Fritz Orange / Axel Plünnecke / Franziska Arndt

Schulqualität, Berufsorientierung und Ausbildungseinstieg im Saarland – Aktuelle Ergebnisse aus der Forschung und einer Unternehmensbefragung

Gutachten für die VSU | Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände e.V.

Dirk Werner / Regina Flake / Fritz Orange / Axel Plünnecke / Franziska Arndt Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die eingehende Analyse im Rahmen der IW-Studie zur Situation von Schulqualität, Berufsorientierung und anschließendem Übergang in Ausbildung zeigt für das Saarland einen klaren Handlungsdruck beim Übergang von der Schule in Ausbildung und den entsprechenden Voraussetzungen der Schulabgängerinnen und Schulabgänger dafür.

Denn die schulischen Basiskompetenzen reichen bei einem wachsenden Teil der Jugendlichen nicht für einen erfolgreichen Übergang aus: Der durchschnittliche Mathematikkompetenzwert der Neuntklässlerinnen und Neuntklässler sank zwischen 2018 und 2024 von 481 auf 463 Punkte; der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die den Mindeststandard verfehlten, stieg von 31,2 auf den hohen Wert von 39,6 Prozent. Zugleich erhöhte sich der Anteil der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Abschluss von 6,5 Prozent im Jahr 2020 auf 11,5 Prozent im Jahr 2025 deutlich. Der Ausbildungsmarkt verliert parallel zu diesem negativen Trend an Zulauf: 2025 begannen im Saarland nur noch 4.795 Personen eine duale Berufsausbildung; das waren 12,4 Prozent weniger als noch im Jahr 2015. Gleichzeitig blieben 399 gemeldete Aus bildungsstellen unbesetzt, während nur 139 Ausbildungsbewerberinnen und Ausbildungsbewerber ohne bekannte Alternative unversorgt blieben. Die Übergangschancen und der Ausbildungserfolg unterscheiden sich zudem erheblich nach Schulabschluss und Unterstützungsbedarf der jungen Menschen. Die Lernortkooperation zwischen Schulen und Unternehmen ist stark ausbaufähig, und die befragten Unternehmen sehen bei Berufsorientierung, Kompetenzrückmeldung und externer Unterstützung deutlichen Handlungsbedarf.

Zentraler Handlungsbedarf

Aufbauend auf der IW-Studie und den Ergebnissen der Unternehmensbefragung zum Thema lässt sich folgender bildungspolitischer Handlungsbedarf ableiten. Die Maßnahmen zur Umsetzung sollten auf gemein same Anstrengungen hinauslaufen, die eine verbindliche Übergangsagenda Schule-Ausbildung mit vier konkreten Vereinbarungen beschreibt:

1. Fehlende Basiskompetenzen in Lesen, Schreiben, Rechnen, Sprache und Konzentrationsfähigkeit sollten systematisch gestärkt werden.

2. Die Berufsorientierung sollte früher, verbindlicher und praxisnäher ab der Sekundarstufe I erfolgen. 

3. Es sollten kompetenzbasierte Übergangsgespräche zwischen Schulen, Berufsschulen und Betrieben stattfinden. 

4. Unterstützungsstrukturen sind zu stärken für alle Jugendlichen mit Förderbedarf, vor allem bei Sprache, sozial-personalen Kompetenzen, psychischer Stabilität und Lernmotivation.

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Schulqualität, Berufsorientierung und Ausbildungseinstieg im Saarland – Aktuelle Ergebnisse aus der Forschung und einer Unternehmensbefragung
Gutachten 11. September 2026 Dirk Werner / Regina Flake / Fritz Orange / Axel Plünnecke / Franziska Arndt

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