Der seit etwa drei Jahren anhaltende konjunkturelle Abschwung wirkt sich inzwischen auch auf die Entwicklung offener Stellen und der Arbeitslosigkeit in den MINT-Berufen aus – wenngleich dort weiterhin Engpässe bestehen.
MINT-Frühjahrsreport 2026: Arbeitsmarktbericht. Beschäftigungsperspektiven in MINT.
Gutachten für BDA, Gesamtmetall und MINT Zukunft schaffen
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Der seit etwa drei Jahren anhaltende konjunkturelle Abschwung wirkt sich inzwischen auch auf die Entwicklung offener Stellen und der Arbeitslosigkeit in den MINT-Berufen aus – wenngleich dort weiterhin Engpässe bestehen.
Im März 2026 gab es in den MINT-Berufen rund 369.400 unbesetzte Stellen. Gleichzeitig waren bundesweit 274.130 Personen arbeitslos gemeldet, die eine Tätigkeit in einem MINT-Beruf anstreben.
Eine erste, unbereinigte Betrachtung zeigt, dass über alle Anforderungsniveaus hinweg mindestens 95.270 Stellen nicht besetzt werden konnten. Berücksichtigt man zusätzlich qualifikatorische Unterschiede zwischen offenen Stellen und Arbeitslosen, ergibt sich für März 2026 eine aggregierte Fachkräftelücke von 133.900 Personen über alle 36 MINT-Berufskategorien hinweg. Den größten Anteil daran haben mit 77.400 Personen die Facharbeiterberufe, gefolgt von den Expertenberufen mit 44.200 sowie den Spezialistenberufen mit 12.300 Personen. Im Vergleich zum März 2025 ist die MINT-Lücke damit um 15,7 Prozent gesunken (158.800).
Eine differenzierte Betrachtung nach einzelnen MINT-Bereichen zeigt, dass die größten Engpässe im März 2026 in den Energie- und Elektroberufen (48.900), in den Berufen der Metallverarbeitung (26.500), in den Bauberufen (26.400) sowie in den Berufen der Maschinen- und Fahrzeugtechnik (22.900) bestehen. Gegen über dem Vorjahr ist die Lücke in den Energie- und Elektroberufen um 9.000 sowie in den Berufen der Maschinen- und Fahrzeugtechnik um 6.800 zurückgegangen. Dagegen hat sie sich in den Berufen der Metallverarbeitung um 4.300 und in den Bauberufen um 900 erhöht.
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