1. Home
  2. Presse
  3. Presseveranstaltungen
  4. „Konjunkturumfrage Frühjahr 2014“ und „Konjunkturprognose“
Pressekonferenz Presseveranstaltung 7. April 2014 „Konjunkturumfrage Frühjahr 2014“ und „Konjunkturprognose“
Download Programm
7. Apr
Pressekonferenz Presseveranstaltung 7. April 2014

„Konjunkturumfrage Frühjahr 2014“ und „Konjunkturprognose“

Download Programm

Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die deutsche Wirtschaft wird im Jahr 2014 voraussichtlich um gut 13/4 Prozent wachsen und 2015 um knapp 2 Prozent zulegen. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in seiner jüngsten Konjunkturprognose. Das IW Köln sieht allerdings unkalkulierbare Gefahren im risikobeladenen globalen Umfeld sowie in Fehlern und Versäumnissen der Regierung.

Mehr als 3.000 Unternehmen haben sich in den vergangenen Wochen an der IW-Konjunkturumfrage beteiligt, die so den unmittelbaren Blick auf die Situation der deutschen Wirtschaft ermöglicht. Demnach hat sich die Geschäftslage bei 46 Prozent der befragten Firmen verbessert; im Herbst lag dieser Anteil noch knapp 10 Prozentpunkte niedriger. Gleichzeitig reduzierte sich der Anteil der Firmen, die über schlechtere Geschäfte klagen, von 20 auf 14 Prozent. Mit Blick auf die Produktion im Jahr 2014 stehen die Zeichen derweil auf Wachstum: Im Herbst gingen noch gut 42 Prozent der Unternehmen von einem Produktionsanstieg aus, mittlerweile sind es 53 Prozent.Diese positiven Ergebnisse sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, warnt das IW Köln. Denn es schweben gleich zwei Damoklesschwerter über Deutschland:

  • In einigen wichtigen Schwellenländern reichen sich momentan politische und wirtschaftliche Unsicherheiten die Hand. Das gilt vor allem für die BRIC-Staaten, also Brasilien, Russland, Indien und China, von deren Investitionstätigkeit die hiesige Wirtschaft in den vergangenen Jahren enorm profitiert hat. Zudem ist die Staatsschuldenkrise trotz der Trendwende in vielen Ländern Europas noch nicht überstanden.
  • Die deutsche Wirtschaftspolitik gibt laut IW aktuell kein gutes Bild ab und könnte so die konjunkturelle Entwicklung gefährden. Denn weder der Schuldenabbau kommt spürbar voran, noch wurden entscheidende Fragen der Energiewende zufriedenstellend beantwortet. Darüber hinaus hat sich die Regierungskoalition zu sozialpolitischen Wohltaten hinreißen lassen, deren Finanzierung und Auswirkungen, vor allem auf den Arbeitsmarkt, noch immer ungeklärt sind. Entscheidende Reformen – etwa mit Blick auf die kalte Progression – blieben bislang hingegen aus.

Zu den Fotos von der Veranstaltung auf Flickr

Download Programm

IW-Forschungsgruppe Konjunktur: Überschaubare Erholung in einem risikoreichen globalen Umfeld – IW-Konjunkturprognose Frühjahr 2014

IW-Trends

Download Programm

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Tunnelgraben aus der Zeit des Jom-Kippur-Krieges auf den Golanhöhen, Israel.
Michael Grömling IW-Trends Nr. 1 21. Februar 2024

Konjunktur- und Struktureffekte von Energiekrisen

Die aktuelle wirtschaftliche Lage weist Parallelen zur Situation vor 50 Jahren auf. Auch Mitte der 1970er Jahre stand die deutsche Wirtschaft aufgrund eines Energiepreisschocks vor großen Herausforderungen.

IW

Artikel lesen
Michael Grömling / Ralph Wiechers (VDMA) / Olaf Wortmann (VDMA) IW-Report Nr. 10 19. Februar 2024

Bedeutung von Standortfaktoren und Megatrends für die Investitionen in Deutschland

Aufgrund der schwachen Entwicklung der Weltwirtschaft und der Belastungen durch den Energie- und Inflationsschock haben sich die Wirtschaftsperspektiven in Deutschland erneut eingetrübt.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880