1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Schwesig fordert 32: Stunden
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Arbeitszeiten IW-Nachricht 10. Januar 2014

Schwesig fordert 32: Stunden

Familienministerin Manuela Schwesig will die Wochenarbeitszeit für Eltern reduzieren und den Lohnausfall mit Steuermitteln kompensieren. Doch die Regel dürfte viele Unternehmen organisatorisch überfordern.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Teilzeitbeschäftigung und flexible Arbeitszeitmodelle sind in der Wirtschaft weit verbreitet, so das Ergebnis des Unternehmensmonitors Familienfreundlichkeit 2013, einer Unternehmensbefragung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Demnach kommen die Firmen in der Regel den Wünschen der Beschäftigten nach und reduzieren oder erweitern deren Arbeitszeiten. Ein knappes Drittel der Unternehmen kommt einem Wunsch, weniger zu arbeiten, sogar schnell nach; in der Hälfte der Betriebe dauert es dagegen eine Weile, weil erst noch der Arbeitsalltag anders organisiert werden muss.

Dennoch will Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) eine Reihe neuer Gesetze erlassen, um die Arbeitszeiten flexibler zu gestalten. Neben der Verkürzung der Regelarbeitszeit für Eltern will die Ministerin Beschäftigen den Anspruch sichern, nach einer Phase in Teilzeit wieder auf eine Vollzeitstelle zurückzukehren. Außerdem soll die Elternzeit flexibilisiert werden. Derzeit können Mütter und Väter in den ersten drei Lebensjahren ihres Kindes die Arbeitszeit reduzieren und mit Zustimmung des Arbeitgebers 12 Monate davon auf die Zeit nach dem 3. Geburtstag verschieben. Künftig sollen die Eltern ohne Zustimmung des Arbeitgebers 24 Monate Elternzeit auf einen späteren Zeitraum übertragen dürfen.

All diese Regeln dürften das freiwillige Engagement der Betriebe zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zurückdrängen und zudem viele Unternehmen organisatorisch überfordern. Die Vorschriften erhöhen die Hürden, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Keinen Job zu haben, ist letztlich aber die familienunfreundlichste Variante.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Michael Hüther / Markos Jung / Thomas Obst in der Zeitschrift für Wirtschaftspolitik Externe Veröffentlichung 11. August 2022

Wachstum durch Beschäftigung: Potenziale der deutschen Volkswirtschaft

Germany’s labour market faces substantial challenges caused by demographic change in the next decade. However, a country comparison with Sweden and Switzerland reveals hidden labour market potentials.

IW

Artikel lesen
Michael Hüther im Deutschlandfunk Kultur DLF 3. Juni 2022

Rente: „Zwei Stunden pro Woche mehr arbeiten müssen drin sein“

„Ende des Jahrzehnts fehlen uns 4,2 Milliarden Arbeitsstunden“, sagt IW-Direktor Michael Hüther im Podcast von Deutschlandfunk Kultur. Deshalb müsse man über die Wochenarbeitszeit nachdenken.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880