1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Langzeitarbeitslose nicht wegsubventionieren
Zeige Bild in Lightbox Langzeitarbeitslose nicht wegsubventionieren
(© Foto: Oliver Boehmer - Fotolia)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Arbeitsmarktpolitik IW-Nachricht 4. Februar 2014

Langzeitarbeitslose nicht wegsubventionieren

Die Kommunen wollen mehr Geld vom Bund, um Maßnahmen für Langzeitarbeitslose zu finanzieren. Vor allem soll der dritte Arbeitsmarkt – ein staatlich finanziertes Abstellgleis für vermeintlich unvermittelbare Arbeitslose – wieder gestärkt werden. Doch das wird das Grundproblem nicht lösen. Deutlich vielversprechender ist die konsequente Aktivierung der Leistungsempfänger.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Während die Arbeitslosigkeit auf einen historisch niedrigen Stand gesunken ist, verläuft der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit schleppender. Zwar hat sich seit 2006 die Zahl der Hartz-IV-Empfänger, die länger als ein Jahr arbeitslos sind, um rund 25 Prozent verringert, doch im gleichen Zeitraum sank die Arbeitslosigkeit insgesamt um über ein Drittel. Und: Noch ist eine knappe Million Hartz-IV-Empfänger langzeitarbeitslos, die durchschnittliche Arbeitslosigkeitsdauer beträgt 82 Wochen.

Die Kommunen führen dies unter anderem auf die sinkenden Mittel zurück, die der Bund für Eingliederungsmaßnahmen zur Verfügung stellt. Mit zusätzlichem Geld wollen Städte und Landkreise einen dritten Arbeitsmarkt etablieren, in dem Arbeitslose, die vermeintlich keine Beschäftigungschancen haben, geparkt werden sollen. In der Vergangenheit haben sich allerdings gerade solche Beschäftigung schaffenden Maßnahmen oft als teuer, aber wenig wirkungsvoll erwiesen.

Stattdessen braucht es vielmehr eine konsequente Aktivierung: Arbeitslose müssen ständig mit Angeboten konfrontiert werden und dort, wo sie Defizite haben, gezielt von den Job-Centern unterstützt werden. Das kostet gegebenenfalls auch Geld, doch das ist dann deutlich besser angelegt als für die geplante Wegsubventionierung der schwierigen Fälle.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
IT-Hochburgen in Deutschland
Christina Anger IW-Kurzbericht Nr. 3 11. Januar 2023

IT-Hochburgen in Deutschland

Insbesondere die Digitalisierung und die Dekarbonisierung führen zu einer steigenden Nachfrage nach IT-Kräften. Schon in den letzten Jahren hat die Beschäftigung in diesem Segment deutlich zugenommen. Der Anteil der IT-Beschäftigten an allen ...

IW

Artikel lesen
Susanne Seyda / Sarah Pierenkemper IW-Nachricht 29. Dezember 2022

Altenpflege: Pflegekräfte sind bereit für den digitalen Wandel

Fast 90 Prozent der Pflegekräfte in NRW sind bereit für den Umgang mit neuen digitalen Hilfsmitteln. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zusammen mit dem Institut für Arbeit und Technik (IAT). Für einen erfolgreichen Einsatz ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880