1. Home
  2. Presse
  3. In den Medien
  4. Einkäufer freuen sich über preiswertere Metalle
Zeige Bild in Lightbox Einkäufer freuen sich über preiswertere Metalle
(© Foto: valeriy555 - Fotolia)
Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 11. März 2014

Einkäufer freuen sich über preiswertere Metalle

Seit nunmehr drei Jahren gehen die Preise der wichtigsten Industrie- und Edelmetalle sowie von Eisenerz tendenziell zurück, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln ist seit Februar 2011 um insgesamt 27,7 Prozent gefallen.

Das entspricht im Durchschnitt einem monatlichen Rückgang um mehr als 3,4 Indexpunkte. Auch die aktuellen Preisentwicklungen bestätigen den Abwärtstrend. Im Vergleich zum Vormonat sank der IMP-Index im Februar um 4,1 Punkte oder 1,3 Prozent auf 323,5 Zähler. Auch verglichen mit dem Vorjahr zeigt sich eine deutliche Entlastung für Einkäufer von Industriemetallen: Heute liegt das Preisniveau fast 19 Prozent niedriger als vor zwölf Monaten. Seit genau vier Jahren waren die Metallpreise nicht mehr so niedrig. Nur wenige Jahre zuvor wäre dieses Niveau allerdings als sehr hoch bewertet worden. Erst im Frühjahr 2007 war erstmals ein höherer Wert als heute gemessen worden.

Industriemetallpreis-Index

Januar 1999=100, enthält die Rohstoffe gemäß ihres Anteils an den deutschen Importen

<iframe src="http://cf.datawrapper.de/vTbs8/1/" name="Ext" width="100%" height="500px" scrolling="auto" marginheight="0" marginwidth="0" frameborder="0"> <p>Ihr Browser kann leider keine eingebetteten Frames anzeigen</p> </iframe>

Der Wechselkurs spielte in den vergangenen Wochen keine große Rolle. Bei Zugrundelegung eines konstanten Tauschverhältnisses von Euro und Dollar wäre der Indexwert nur rund einen Punkt höher. Damit kann ein Viertel der jüngsten Veränderung durch den Wechselkurs erklärt werden. Der Rest geht auf Preisänderungen auf den Metallmärkten in Dollar zurück. Die Höhe und Richtung der Metallpreisveränderungen zeigte im Februar deutliche Unterschiede. Mit 4,4 bzw. 4,9 Prozent am stärksten angestiegen sind die Edelmetalle Gold und Silber. Ohne diesen Effekt hätte der IMP-Index nur noch bei gut 320 Punkten gelegen. Teurer geworden sind auch Zinn (um 3,4 Prozent) und Nickel (um 0,7 Prozent).

Deutlich billiger geworden ist dagegen Eisenerz, das zuletzt 5,3 Prozent schwächer notierte. Innerhalb eines Jahres lag der Rückgang sogar bei 21,5 Prozent. Auch Aluminium, Kupfer und Blei haben mit Preisrückgängen von jeweils rund 2 Prozent zur Entlastung der industriellen Verbraucher beigetragen.

Mit Kupfer, Aluminium und Eisenerz werden die drei Metalle mit der größten Indexgewichtung günstiger bewertet; sie machen zusammen rund zwei Drittel des IMP-Index aus.

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Preise auf Rohstoffmärkten ziehen kräftig an
Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 10. Mai 2024

IMP-Index: Preise auf Rohstoffmärkten ziehen kräftig an

Die Rohstoffpreise sind für deutsche Unternehmen im April sprunghaft gestiegen. Der Industriemetallpreis-Index, der unterschiedlich gewichtete Metalle mit ihren Euro-Preisen erfasst, ist von März auf April um fast 10% geklettert. Das ist der stärkste Anstieg ...

IW

Artikel lesen
Michael Hüther im HSS-Podcast HSS 3. Mai 2024

Wirtschaftspolitik reloaded: Deutschlands Weg (zurück) in die Zukunft

Im Podcast „BlackBox Berlin“ der Hanns-Seidel-Stiftung diskutiert IW-Direktor Michael Hüther Schlüsselthemen der deutschen Wirtschaft, einschließlich Arbeitsproduktivität und Dekarbonisierung. Trotz eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts, das Einsparungen ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880