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IW-Trends Nr. 1 19. Mai 2026 Wido Geis-Thöne / Andrea Hammermann / Ruth Maria Schüler Lebenslanges Lernen als Schlüssel für einen späteren Renteneintritt?

Lebenslanges Lernen geht damit einher, dass Erwerbstätige länger am Arbeitsmarkt aktiv bleiben.

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Lebenslanges Lernen als Schlüssel für einen späteren Renteneintritt?
IW-Trends Nr. 1 19. Mai 2026 Wido Geis-Thöne / Andrea Hammermann / Ruth Maria Schüler

Lebenslanges Lernen als Schlüssel für einen späteren Renteneintritt?

Wido Geis-Thöne / Andrea Hammermann / Ruth Maria Schüler Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Lebenslanges Lernen geht damit einher, dass Erwerbstätige länger am Arbeitsmarkt aktiv bleiben.

So haben abhängig Beschäftigte, die im Alter von 55 bis 59 Jahren eine Weiterbildung durchlaufen haben, einer eigenen Auswertung des Nationalen Bildungspanels (NEPS) zufolge um 5 Prozentpunkte häufiger bis zum Alter von 65 Jahren oder darüber hinaus gearbeitet. Der Unterschied verringert sich nur wenig, wenn für den Bildungsstand und den Gesundheitszustand der Personen kontrolliert wird. Allerdings ist er statistisch insignifikant. Zudem lässt sich feststellen, dass die Weiterbildungsbiografien in der zweiten Lebenshälfte stark von den bisherigen Weiterbildungsbiografien abhängen. Rund zwei Drittel der Weiterbildungen absolvieren ältere Beschäftigte vollständig in der Arbeitszeit und über 70 Prozent werden ausschließlich vom Arbeitgeber und nicht von der Person selbst finanziert. Dies zeigt eine ergänzende Auswertung des „Survey of Adult Skills“ des Programme for the International Assessment of Adult Competencies (PIAAC). Damit kommt den Weiterbildungsangeboten von Unternehmen für das lebenslange Lernen eine entscheidende Bedeutung zu. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil der Beschäftigten, die nicht an einer Weiterbildung teilnehmen und dies auch nicht wollen. Gut qualifizierte Personen nehmen deutlich häufiger an Weiterbildungen teil als Geringqualifizierte. Somit liegt die Herausforderung für Politik und Unternehmen derzeit vor allem darin, Ältere und niedrigqualifizierte Personen in einfacheren Tätigkeiten noch stärker für das lebenslange Lernen zu gewinnen.
 

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