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Vera Demary / Christian Rusche IW-Report Nr. 45 16. November 2018 Zukunftsfaktor 5G: Eine ökonomische Perspektive

Der Megatrend Digitalisierung erfasst immer mehr Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft. Laut Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur werden beide Bereiche bald vollständig von Informations- und Kommunikationstechnologien durchdrungen sein. Doch diese Verbindung der analogen und digitalen Welt wird nur mit Hilfe einer geeigneten Infrastruktur gelingen.

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Eine ökonomische Perspektive
Vera Demary / Christian Rusche IW-Report Nr. 45 16. November 2018

Zukunftsfaktor 5G: Eine ökonomische Perspektive

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Der Megatrend Digitalisierung erfasst immer mehr Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft. Laut Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur werden beide Bereiche bald vollständig von Informations- und Kommunikationstechnologien durchdrungen sein. Doch diese Verbindung der analogen und digitalen Welt wird nur mit Hilfe einer geeigneten Infrastruktur gelingen.

Ein Kernbestandteil ist dabei 5G. Darunter wird die „kommende Mobilfunkgeneration“ verstanden (BMVI, 2017, 2). Doch 5G ist nicht bloß eine Weiterentwicklung von 4G beziehungsweise LTE, dem aktuellen Mobilfunkstandard. 5G führt gegenüber LTE zu einem wesentlich verbesserten mobilen Breitband, ermöglicht eine umfassende Maschine-Maschine-Kommunikation und auch allgemein eine zuverlässige und verzögerungsfreie Kommunikation (Fuest et al., 2018, 20). Des Weiteren geht 5G ebenfalls mit einer hohen Energieeffizienz einher (Andrews et al., 2014) und ermöglicht das sogenannte Network Slicing (Deutsche Telekom, 2018). Network Slicing beschreibt die Eigenschaft, ein Netz in verschiedene Netze aufzusplitten. Diese virtuellen Netze können sogar zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt werden. Zu diesen zählen beispielsweise die Echtzeit-Kommunikation mittels Video-Chat und einer hohen Datenrate oder das Internet der Dinge mittels Sensoren und einer niedrigen Datenrate. Die Aufteilung des Netzes kann zudem schnell variiert werden.

Aufgrund seiner Leistungspotenziale stellt 5G einen bedeutenden Wettbewerbsfaktor sowohl für den internationalen Wettbewerb zwischen Volkswirtschaften als auch für den nationalen Markt dar. Insbesondere unterstützt 5G die Entwicklung von Industrie 4.0 und ist somit ein wichtiger Faktor zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen sowie europäischen Wirtschaft insgesamt. Die Europäische Kommission (2018a) verweist darauf, dass Europa bei der Einführung von 2G-Netzen weltweit führend war. Dadurch wurde beispielsweise der Aufstieg zum führenden Hersteller von Mobilfunktelefonen erleichtert (ctia, 2018, 4). Dieser Erfolg ließ sich in Bezug auf die Folgestandards bis heute nicht wiederholen. Aufgrund von Fragmentierung im Binnenmarkt und Verzögerungen innerhalb der Europäischen Union gewannen die USA das Rennen im Bereich 4G (Ctia, 2018, 4; Europäische Kommission, 2018a), wodurch sie Wettbewerbsvorteile und damit Arbeitsplätze sowie Wertschöpfung steigern konnten. Da 5G im Ver-gleich zu LTE weit mehr als einen inkrementellen Fortschritt darstellt, ist die Europäische Kommission entschlossen, diesen neuen Kommunikationsstandard zügig für Europa nutzbar zu machen (Europäische Kommission, 2018a).

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