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Susanne Seyda / David B. Meinhard / Beate Placke IW-Trends Nr. 1 24. April 2018 Weiterbildung 4.0: Digitalisierung als Treiber und Innovator betrieblicher Weiterbildung

Die Digitalisierung geht mit einem steigenden Qualifikationsbedarf einher. Um dem gerecht zu werden, sind stärker digitalisierte Unternehmen häufiger in der Weiterbildung aktiv und investieren mehr Zeit und Geld in die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter.

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Digitalisierung als Treiber und Innovator betrieblicher Weiterbildung
Susanne Seyda / David B. Meinhard / Beate Placke IW-Trends Nr. 1 24. April 2018

Weiterbildung 4.0: Digitalisierung als Treiber und Innovator betrieblicher Weiterbildung

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Die Digitalisierung geht mit einem steigenden Qualifikationsbedarf einher. Um dem gerecht zu werden, sind stärker digitalisierte Unternehmen häufiger in der Weiterbildung aktiv und investieren mehr Zeit und Geld in die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter.

Mit zunehmender Nutzung digitaler Technologien im Unternehmen werden zudem häufiger IT-Kompetenzen vermittelt. Gleichzeitig bleiben nichtdigitale Kompetenzbereiche wie das berufliche Fachwissen sowie soziale und kommunikative Kompetenzen relevant. Die Digitalisierung stellt nicht nur neue Anforderungen an Weiterbildungsinhalte. Sie bietet auch neue Lernmöglichkeiten, die 84 Prozent der weiterbildungsaktiven Unternehmen bereits realisieren.

Dabei nutzen digitalisierte Unternehmen digitale Lernangebote häufiger als andere Unternehmen. Steigender Weiterbildungsbedarf und neue Möglichkeiten der Wissensvermittlung wirken zusammen. Als wichtigstes Motiv für den Einsatz digitaler Lernangebote nennen Unternehmen, dass sich diese gut in den Arbeitsalltag integrieren lassen.

Alle drei Jahre befragt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Unternehmen zu deren Weiterbildungsaktivitäten, Motiven und Hemmnissen sowie zum Investitionsvolumen in betriebliche Weiterbildung. Die vorliegende neunte IW-Weiterbildungserhebung erfolgte erneut als Online-Befragung und umfasst eine repräsentative Stichprobe von 1.706 Unternehmen. Die aktuelle Befragung legt erstmals den Themenschwerpunkt auf Weiterbildungsaktivitäten im Kontext der Digitalisierung.

Digitalisierung ist gekennzeichnet durch die Vernetzung von Produkten und Prozessen, die zunehmende Verbindung der physischen und virtuellen Welt sowie der Umwandlung von analogen zu digitalen Daten sowie deren Nutzung seitens unterschiedlichster Akteure. Digitale Technologien sind heute in allen Bereichen der Wirtschaft zu finden. Der digitale Wandel geht allerdings weit über die technische Entwicklung hinaus. Er umfasst auch die Arbeitsorganisation in den Unternehmen und stellt neue Anforderungen an die Beschäftigten. Zudem hat sich aufgrund der weiten Verbreitung internetfähiger, mobiler Endgeräte das Kommunikations- und Konsumverhalten in der Bevölkerung und auch in der Arbeitswelt nachhaltig verändert. Für Unternehmen ergeben sich daraus Optionen für neue Geschäftsmodelle, die Schaffung neuer Wertschöpfungsverbünde, die Erschließung neuer Ziel- und Kundengruppen, neue Produkte und Dienstleistungen, neue Konkurrenzsituationen oder Änderungen der eigenen Produktionsprozesse und Vertriebskanäle.

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